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	<title>Genussdenker's Blog</title>
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		<title>Genussdenker's Blog</title>
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		<title>Sind wir unsere Rollen? (2)</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Mar 2009 00:33:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>genussdenker</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine Auflistung sämtlicher möglicher Rollen würde den Rahmen eines Blogs freilich sprengen. Wie bereits erwähnt, können Rollen ebenso inhaltlicher wie konstitutioneller Natur sein. Konstitutionelle Rollen entsprechen denen von Berufen, Familien usw. Rollen, welche eng mit der äusserlich wahrnehmbaren Identität verknüpft sind. Dabei kann es sich auch um temporäre Identitätsindikatoren handeln (zB Beruf). 
Inhaltliche Rollen (welche [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=genussdenker.wordpress.com&blog=4465741&post=47&subd=genussdenker&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><font face="Century Gothic" size="4">Eine Auflistung sämtlicher möglicher Rollen würde den Rahmen eines Blogs freilich sprengen. Wie bereits erwähnt, können Rollen ebenso inhaltlicher wie konstitutioneller Natur sein. Konstitutionelle Rollen entsprechen denen von Berufen, Familien usw. Rollen, welche eng mit der äusserlich wahrnehmbaren Identität verknüpft sind. Dabei kann es sich auch um temporäre Identitätsindikatoren handeln (zB Beruf). </font></p>
<p><font face="Century Gothic" size="4">Inhaltliche Rollen (welche zugleich auch konstitutionelle Rollen sein <em>können</em>) werden Menschen oftmals dann gewahr, wenn sie in Gegenüberstellung äquivalenter Rollen stehen. Dies gilt besonders für jene welche sich im kulturellen, im interkulturellen aber auch im religiösen und politisch-ideologischen Rahmen bewegen. </font></p>
<p><font face="Century Gothic" size="4">Ein gläubiger, gar praktizierender Christ der auf einen ebensolchen Muslimen trifft und sie miteinander kommunizieren, nimmt für gewöhnlich seine spezifische Rolle ein. Das konkurrenzierende Verhältnis zueinander wird von diesen Rollen dann getragen und beide schöpfen aus ihrem argumentativen Vokabular. </font></p>
<p><font face="Century Gothic" size="4">Verschärft sich das konkurrenzierende Verhältnis der beiden, so geht ihre Rhetorik weit über religiöse Belange hinaus. Es offenbart sich dabei, dass Rollen stets miteinander verknüpft sind. Moralethische wie auch besonders politische Belange erweitern folglich das jeweilige Rollenbild. Dabei spricht man bestenfalls von Erweiterung des Themenkreis. </font></p>
<p><font face="Century Gothic" size="4">Die Frage, inwiefern Indikatoren einer Identität zur Rollenbildung und schlussendlich zur Meinungsbildung eines argumentierenden Menschen beiträgt, kann nicht mehr ignoriert werden. </font></p>
<p><font face="Century Gothic" size="4">Bereits Blaise Pascal der in seinen Pensées das (katholische) Christentum argumentativ verteidigt, offenbart sich an anderer Stelle in seinen Schriften wo er schrieb : &#8222;Alle Überlegungen unserer Vernunft laufen darauf hinaus, dem Gefühl nachzugeben&#8220; (B.Pascal &#8216;Pensées&#8217; &#8216;Nicht eingeordnete Papiere&#8217;/Serie XXIII)</font></p>
<p><font face="Century Gothic" size="4">Diese gewiss naiv geäußerte Aussage ist von elementarer Bedeutung. Damit relativiert Pascal zugleich seine Plädoyer&#8217;s. Dass Blaise Pascal mit dieser Aussage seine feurigen Plädoyer gleich selber relativiert, ist für uns von geringerer Bedeutung.&nbsp; Die heutige Psychologie würde zudem diese Prämisse zu einem gewissen Grad bejahen und es erinnert mich indirekt wieder einmal mehr an &#8222;Motivation und Persönlichkeit&#8220; von A.H. Maslow. </font></p>
<p><font face="Century Gothic" size="4">Und zwar viel weniger aufgrund seiner Motivationstheorie, sondern seines Begriffes wegen über &#8222;Selbstverwirklichung&#8220;. Dabei stellt sich für mich die dringende Frage, ob selbstverwirklichende Menschen viel weniger zur Determinierung ihrer Rollen aufgrund ihrer Identitäten neigen. </font></p>
<p><font face="Century Gothic" size="4">Auch selbstverwirklichende Menschen nehmen ihre Rollen ein. Doch mögen sich solche Menschen ihrer Rollen bewusster sein und sich auch &#8222;außerhalb ihrer Rollen, außerhalb ihrer Identität denken&#8220;. </font></p>
<p><font face="Century Gothic" size="4">Dies scheint angesichts der Erkenntnis dass Nicht-Selbstverwirklichende vielmehr auf ihre jeweiligen Rollen angewiesen sind zutreffen. </font></p>
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		<title>Sind wir unsere Rollen?</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 22:19:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>genussdenker</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Alleine, in nächtlichen Stunden wie diesen braucht man keine Rolle anderen gegenüber einzunehmen. Könnte man überhaupt so weit gehen und kategorisch sagen &#8222;Sobald wir in Kontakt mit anderen Menschen treten, nehmen wir Rollen ein&#8220;? Auf kognitive Ebene bezogen, wäre dies durchaus zu bejahen. 
Die Rollen sind vielfältig. So ist man etwa innerhalb der Familie Sohn, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=genussdenker.wordpress.com&blog=4465741&post=43&subd=genussdenker&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><span style="font-size:medium;">Alleine, in nächtlichen Stunden wie diesen braucht man keine Rolle anderen gegenüber einzunehmen. Könnte man überhaupt so weit gehen und kategorisch sagen &#8222;Sobald wir in Kontakt mit anderen Menschen treten, nehmen wir Rollen ein&#8220;? Auf kognitive Ebene bezogen, wäre dies durchaus zu bejahen. </span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Die Rollen sind vielfältig. So ist man etwa innerhalb der Familie Sohn, Tochter, Vater, Mutter, man ist Neffe, Enkel, Onkel, Tante usw. Man ist aber auch zB Stiefvater, Schwiegermutter, Schwiegersohn, Bruder, Schwester usw. Solche Rollen finden wir natürlich auch in der Arbeitswelt. Der &#8222;einfache&#8220; Arbeiter, der Chef, das Kader (welche ja auch wiederum oft Chefs sind). In der Gegenüberstellung von Arbeitswelt und Familie erkennt man diesbezüglich leichtens, dass es zwei Grundkategorien gibt : hierarchische Rollenverteilungen und nicht-hierarchische. </span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Die rechtliche, die juristische Rollenverteilung ist also besonders in hierarchischen Systemen von Bedeutung, aber in letzter Konsequenz auch in nicht-hierarchischen.</span><span style="font-size:medium;">  Das Käufer &#8211; Verkäufer -Verhältnis etwa eines davon.</span></p>
<p> </p>
<p><span style="font-size:medium;">Doch Rollen haben mehr Gehalt als lediglich Macht oder Recht. Sie sind gerade auch inhaltlicher Natur. So nehmen in der Berufswelt Politiker, Künstler, Handwerker usw ihre Rollen ein. Diese Rollen sind oftmals von Stereotypen gezeichnet. </span></p>
<p> </p>
<p><span style="font-size:medium;">Interessant ist, dass der einzelne Mensch stets mehrere Rollen zugleich einnimmt. Ein Künstler kann also zugleich Ehemann, Vater, Käufer (&amp; potenzieller Kunde), Verkäufer, Tourist usw sein. Vielleicht bekleidet er noch ein kommunal-politisches Amt; was also auch immer. </span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Wie sehr &#8211; das ist meine Themenfrage hier &#8211; definieren sich Menschen durch Rollen? Dienen sie bloß als rhetorisches Mittel, oder sind sie gar Teil der Identifikation? Wie sehr unterscheiden sich Menschen diesbezüglich? </span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Selber gehe ich davon aus dass sich selbstverwirklichende Menschen weniger aufgrund ihrer festen und temporären Rollen definieren. </span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Bei sich weniger selbstverwirklichenden Menschen fällt hingegen auf, dass Sie in Argumenten sehr oft auf die entsprechenden Rollen verweisen. Zur Klarstellung : das Maß der Selbstverwirklichung ist fliessend, man sollte diesen Begriff auch nicht allzu sehr werten. </span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Ein auffälliges Verweisen auf die Rollen anderer ist für mich ein deutlicher Hinweis auf mangelnde Selbstverwirklichung. Die Rollen dienen solchen Menschen also zur Identifikation. Von Belang scheinen bei solchen die jeweiligen Rollen. Das macht es für sie auch einfacher Recht und Unrecht voneinander zu unterscheiden.</span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Eine Thematik an die ich nächstes Mal anknüpfen werde. </span></p>
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		<title>Die Parallele des Wissens</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Dec 2008 03:30:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>genussdenker</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Wahrnehmung über Welt geschieht durch unsere Sinne, durch das was wir fähig sind, wahrzunehmen. Doch nehmen wir ja nicht nur wahr, wir interpretieren, wir deuten auch. Unablässig. Und wir empfinden. Parallel dazu.
Und irgendwann trennen wir zwischen dem Wahrgenommenen, dem Empfundenen, dem Interpretiertem und dem Wissen. Wir kategorisieren, verwerfen und speichern. Zugeordnet nach Priorität. Prioritäten [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=genussdenker.wordpress.com&blog=4465741&post=42&subd=genussdenker&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><font face="Georgia" size="4">Die Wahrnehmung über Welt geschieht durch unsere Sinne, durch das was wir fähig sind, wahrzunehmen. Doch nehmen wir ja nicht nur wahr, wir interpretieren, wir deuten auch. Unablässig. Und wir empfinden. Parallel dazu.</font></p>
<p><font face="Georgia" size="4">Und irgendwann trennen wir zwischen dem Wahrgenommenen, dem Empfundenen, dem Interpretiertem und dem Wissen. Wir kategorisieren, verwerfen und speichern. Zugeordnet nach Priorität. Prioritäten welche unterschieden werden in die welche Bedürfnisse fordern und die, welche nach Vernunft gesetzt werden. Manchmal sind sie miteinander konform, manchmal kollidieren sie. </font></p>
<p><font face="Georgia" size="4">Vor und nach diesen Vorgängen ist schlussendlich alles Wissen. Informationen. Durch unsereiner selbst erlebt, erarbeitet und verarbeitet. Bereit, bei Bedarf abgerufen zu werden.</font></p>
<p><font face="Georgia" size="4">So entstehen die &#8222;Ideen&#8220; im Leben und die Verständnisse über die Welt. Wir wissen und ahnen, vermuten und vergewissern, dass Teile dieser Ideen und Verständnisse der Wahrheit entsprechen. &#8222;Suche nach Wahrheit&#8220;. Und in unserer Identität an die wir festhalten, selbst dann wenn sie verdrängt, verleugnet und verfälscht wird, sind wir uns nicht mehr so gewiss, ob die Wahrheit der Identität oder die der Welt außerhalb entspricht. Mechanismen treten in Kraft, um sich die Gedanken so einzurichten, dass sie im Verlauf immer mehr der Kompatibilität entsprechen. Wer könnte schon seine eigene Identität außerhalb der Wahrheit akzeptieren? </font></p>
<p><font face="Georgia" size="4"></font>&nbsp;</p>
<p><font face="Georgia" size="4">Wir ahnen, dass sich all diese Ideen, diese Vorstellungen und Verständnisse sich nicht miteinander vereinbaren lassen. Berufen uns bei Bedarf auf das Recht Individuum zu sein. Alles steht parallel zueinander. Im Drang nach Kompatibilität versuchen wir diesen verräterischen Mangel aufzuheben. Und fordern es Vernunft oder Empfinden, die Dinge isoliert zu betrachten, holen uns unerwartete Ereignisse für einem Moment lang aus diesen Mechanismen, so achten wir uns heimlich, die Verbindungen zwischen den isolierten Dingen aufrecht zu erhalten. </font></p>
<p><font face="Georgia" size="4">Doch stets empfinden wir dabei und alles was uns widerfährt, gründet in der Auffassung und in der Verarbeitung auf eben diesem Empfinden. So werden wir zu Wesen, die sich verleugnen, die sich hinter Ideen und Begründungen verstecken. Aber stets und unablässig im ambivalenten Begehren, dieses aufbrechen zu lassen. </font></p>
<p><font face="Georgia" size="4">Die Wahrheit lässt uns nicht wissen, wie sie beschaffen ist und wie sie sich erkennen lässt. Sie kommt nicht zu uns, wir müssen zu ihr. Gleichzeitig umgibt sie uns, in der Gewissheit, dass wir nicht gleichzeitig in alle Richtungen blicken können. So fangen wir das auf, was uns bleibt, strukturieren es, machen es konform.</font></p>
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		<title>Verfuegbarkeit</title>
		<link>http://genussdenker.wordpress.com/2008/11/26/verfuegbarkeit/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 18:38:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>genussdenker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>

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		<description><![CDATA[Fotografie und Musik zeigen uns, dass die Verfügbarkeit ein wesentliches Bedürfnis darstellt. So kommt die Frage auf, ob denn Verfügbarkeit sogar ein allgemeines, ein grundsätzliches menschliches Bedürfnis ist. Nicht nur auf die mediale Technik wie der von Fotografie und Musik oder auch Filmen/TV beschränkt. Und wenn dies der Fall sein soll, ob sich dieses Bedürfnis [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=genussdenker.wordpress.com&blog=4465741&post=40&subd=genussdenker&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><span style="font-family:Microsoft Sans Serif;color:#c0c0c0;font-size:medium;">Fotografie und Musik zeigen uns, dass die Verfügbarkeit ein wesentliches Bedürfnis darstellt. So kommt die Frage auf, ob denn Verfügbarkeit sogar ein allgemeines, ein grundsätzliches menschliches Bedürfnis ist. Nicht nur auf die mediale Technik wie der von Fotografie und Musik oder auch Filmen/TV beschränkt. Und wenn dies der Fall sein soll, ob sich dieses Bedürfnis in das noch allgemeinere, noch grundsätzlichere Bedürfnis nach Komfort einordnen ließe. </span></p>
<p><span style="font-family:Microsoft Sans Serif;color:#c0c0c0;font-size:medium;">Es scheint, als liefen da mehrere Fäden zusammen. Zum Einen geht&#8217;s da um den funktionalen Aspekt der Verfügbarkeit, der klar für das menschliche Bestreben nach Komfort spricht. </span></p>
<p><span style="font-family:Microsoft Sans Serif;color:#c0c0c0;font-size:medium;">Komfort im Funktionalem bedeutet jedoch nicht nur bloß ein höheres Maß an Bequemlichkeit, sondern auch Effizienz. </span></p>
<p><span style="font-family:Microsoft Sans Serif;color:#c0c0c0;font-size:medium;">Dieses Phänomen kennen wir aus der Werbung. Die Produkte sollen uns nicht nur mehr Funktionen bieten, sondern gleichzeitig die Funktionen quasi &#8222;bündeln&#8220;. Diese funktionale Konzentration soll dann wiederum mehr Zeit für Anderes lassen. Die Prozesse, die Vorgänge, werden somit effizienter. </span></p>
<p><span style="font-family:Microsoft Sans Serif;color:#c0c0c0;font-size:medium;">Dies beschränkt sich nicht nur auf die Unterhaltungsindustrie und Industrie für das Privatleben, sondern betrifft gleichermassen die Industrie und Wirtschaft im Gesamten. Effizienz bedeutet da schließlich höheren Produktionsausstoss. </span></p>
<p><span style="font-family:Microsoft Sans Serif;color:#c0c0c0;font-size:medium;">Zum Anderen natürlich die Bequemlichkeit. Weniger Aufwand für&#8217;s Unangenehme ist da der offensichtlichste Aspekt. Doch, warum wollen wir auch den Aufwand für diejenigen Dinge, Tätigkeiten mindern, welche uns am Herzen liegen, Dinge die wir ja mögen? Oder nehmen wir einfach eine neue Technik zugunsten der Verfügbarkeit an? Also ohne ein absichtliches Streben nach noch mehr Komfort? Wenn wir etwas mögen, dann mögen wir es noch mehr, wenn damit weniger Aufwand verbunden ist. Sprich : die gleiche Tätigkeit etwas komfortabler. </span></p>
<p><span style="font-family:Microsoft Sans Serif;color:#c0c0c0;font-size:medium;">Die Vermutung, dass Verfügbarkeit innerhalb der allgemeinen Strebens nach Komfort ein wesentliches Bedürfnis ist, bestätigt sich immer mehr. Die Fäden laufen da zusammen, in der Vergegenwärtigung dass Verfügbarkeit auch die Effizienz steigert. Insbesondere die Digitalisierung führte uns dies vor Augen. </span></p>
<p><span style="font-family:Microsoft Sans Serif;color:#c0c0c0;font-size:medium;">Allmählich fragt sich, ob denn die Digitalisierung einen größeren Einfluss auf uns haben wird, als die vorangegangene Industrialisierung.  Lärmende, rauchende Maschinen sind uns zu offensichtlich. Die Waagschale zwischen dem was sie an Komfort bringen aber auch für Gefahren, scheinen wir gefunden, scheinen wir &#8222;stabilisiert&#8220; zu haben. </span></p>
<p><span style="font-family:Microsoft Sans Serif;color:#c0c0c0;font-size:medium;">Doch so unsichtbar verborgen wie digital gespeicherte Daten sind, scheinen es auch die damit möglichen einhergehenden Auswirkungen.  Dabei stellt das Internet lediglich ein Teil dieser gesamten Entwicklung dar. </span></p>
<p><span style="font-family:Microsoft Sans Serif;color:#c0c0c0;font-size:medium;">So vielfältig und subtil sowie differenziert diese Entwicklung ist, ebenso gestaltet sich auch die Analyse  und Bewertung über sie. </span></p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/genussdenker.wordpress.com/40/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/genussdenker.wordpress.com/40/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/genussdenker.wordpress.com/40/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/genussdenker.wordpress.com/40/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/genussdenker.wordpress.com/40/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/genussdenker.wordpress.com/40/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/genussdenker.wordpress.com/40/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/genussdenker.wordpress.com/40/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/genussdenker.wordpress.com/40/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/genussdenker.wordpress.com/40/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=genussdenker.wordpress.com&blog=4465741&post=40&subd=genussdenker&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Teil 3 (eine andere art der treue)</title>
		<link>http://genussdenker.wordpress.com/2008/11/26/teil-3-eine-andere-art-der-treue/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 17:39:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>genussdenker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Ästhetik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist es möglich dass technische Aspekte das Empfinden von Ästhetik beeinflusst? Der traditionelle Vergleich Malerei &#8211; Fotografie könnte eine Antwort aus der Malerei auf die Fotografie übertragbar sein. 
Und tatsächlich kann für die Malerei diese Frage beantwortet werden. Die Malerei kennt zwei Medien, das Papier und das Tuch. Das Medium ist also für die Bildwirkung [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=genussdenker.wordpress.com&blog=4465741&post=39&subd=genussdenker&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><font size="4">Ist es möglich dass technische Aspekte das Empfinden von Ästhetik beeinflusst? Der traditionelle Vergleich Malerei &#8211; Fotografie könnte eine Antwort aus der Malerei auf die Fotografie übertragbar sein. </font></p>
<p><font size="4">Und tatsächlich kann für die Malerei diese Frage beantwortet werden. Die Malerei kennt zwei Medien, das Papier und das Tuch. Das Medium ist also für die Bildwirkung ausschlaggebend. Natürlich kann man ein Gemälde abfotografieren und danach auf einem Bildschirm betrachten. Doch die Bildwirkung ist trotz identischem Bild nicht die Selbe. </font></p>
<p><font size="4">Die Beschaffenheit der Oberfläche eines Mediums, die verwendeten Farben und Stifte sind immer stets Teil des künstlerischen Schaffens. Und innerhalb eines Rahmens der Möglichkeiten bewegt sich eine Kunstform.</font></p>
<p><font size="4"></font>&nbsp;</p>
<p><font size="4">Dies gilt zweifellos auch für die Fotografie. Doch während sich die beiden Medien der Malerei nie geändert haben, so haben sich die Medien für die Fotografie. Dabei handelt es sich nicht einfach um eine Möglichkeit der Wiedergabe, sondern um die materielle Essenz. Anders ausgedrückt : nach wie vor werden zwar Fotos ausgedruckt. Doch das Papierbild ist nicht mehr das prioritäre Medium, sondern mittlerweile die Alternative. Der Aufwand, hoch qualitative Abzüge aus digitalen Speichermedien herzustellen, ist nicht gering und die so genannte &#8222;Fine-Art&#8220;-Fotografie hat sich daher sogar spezialisiert, während es zu Zeiten der analogen Fotografie jedem Amateurfotografen ein schwergewichtiges Anliegen war, hoch qualitative Abzüge zu erhalten. </font></p>
<p><font size="4"></font>&nbsp;</p>
<p><font size="4">Doch rein künstlerisch erfährt die Fotografie eine Renaissance. Insbesondere die Amateurfotografie zeigt sich in allen Facetten und Viele streben einen hohen künstlerischen Wert in ihren Bildern an. Womöglich findet hier eine Gegenentwicklung zur Bilderflut statt. Aber auch &#8211; oder gar damit &#8211; zum stereotypen Ästhetikempfinden. </font></p>
<p><font size="4">Das Verständnis über eine Fotografie, welches über die bloße optische Abbildung hinausgeht, hat wohl wieder einen größeren Kreis gefunden. Damit darf man die Entwicklung der Fotografie im Zuge der Digitalisierung nicht nur negativ sehen, sondern es lässt sich daraus durchaus auch etwas Gutes abgewinnen. </font></p>
<p><font size="4">Darüber hinaus scheint nun endgültig festzustehen, in welchem Medium sich die Fotografie befindet. So lassen sich nicht nur Vergleiche mit der Malerei anstellen, sondern auch mit der Musik. Diese wurde ja schon viel früher als die Fotografie von der Digitalisierung &#8222;eingenommen&#8220;. Und auch in der Musik lebt die analoge Technik weiter. Dass man nun selbst in Großmärkten der Unterhaltungsindustrie wieder Vynil-Schallplatten erhält, hätte man vor Jahren bestimmt nicht gedacht. Doch der Vergleich mit der Musik hinkt etwas : Musik kann nur akustisch wahrgenommen werden und somit verändert sich der essentielle Meduimcharakter deswegen nicht. Doch auch für die Musik war die Digitalisierung verheerend und auch bei ihr war es die Eigenschaft der Verfügbarkeit, welche zu Veränderung der Hörgewohnheiten führte. Mit den Generationen verändert sich damit das Verständnis für das künstlerische Meduim. </font></p>
<p><font size="4">Künste, die sich nicht digitalisieren lassen- wie etwa die Bildhauerei &#8211; werden wohl nie von einer solchen Entwicklung erfasst werden. </font></p>
<p><font size="4">Wir lernen aus der Geschichte, dass auf Entwicklungen oftmals Gegenentwicklungen folgen. Doch auf die technische Entwicklung trifft dies meist nicht zu. Den der Mensch strebt geradezu nach Komfort. Und da bietet sich die Digitalisierung an- ja man kann sagen, die Verfügbarkeit sei ihre wesentliche Essenz. Um den Komfort zu sichern und ihn weiter zu entwickeln, ist sich der Mensch keinem Aufwand zu schade. Komfort bedeutet diesbezüglich weniger Aufwand in der Ausübung.</font></p>
<p><font size="4">Verfügbarkeit hat aller Wahrscheinlichkeit einen erheblichen Einfluss auf unser ästhetisches Empfinden. Fest steht, Verfügbarkeit ist ein menschliches Bedürfnis . . .</font></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Teil 2 (eine andere art der treue)</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 13:48:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>genussdenker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie; Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>

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		<description><![CDATA[Die technischen Unterschiede zwischen digitaler und analoger Fotografie (ich beziehe mich da auf KB-SLR) lassen sich in drei Bereiche unterteilen. Zum Einen das Fotografieren selber und zum Anderen die Ausgabe/Präsentation. Dazwischen die Aufarbeitung/Bearbeitung. 
Qualitativ hochstehende Digitalfotografie verlangt sehr viel Aufwand und auch Kosten. Und zudem teilt sie auch die EDV-typischen Probleme. Wie etwa Sicherheit und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=genussdenker.wordpress.com&blog=4465741&post=38&subd=genussdenker&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><font face="Georgia" color="#c0c0c0" size="4">Die technischen Unterschiede zwischen digitaler und analoger Fotografie (ich beziehe mich da auf KB-SLR) lassen sich in drei Bereiche unterteilen. Zum Einen das Fotografieren selber und zum Anderen die Ausgabe/Präsentation. Dazwischen die Aufarbeitung/Bearbeitung. </font></p>
<p><font face="Georgia" color="#c0c0c0" size="4">Qualitativ hochstehende Digitalfotografie verlangt sehr viel Aufwand und auch Kosten. Und zudem teilt sie auch die EDV-typischen Probleme. Wie etwa Sicherheit und Datenschutz. </font></p>
<p><font face="Georgia" color="#c0c0c0" size="4">Die technischen Aspekte sind das Eine. Mag es auch zu weit gegriffen sein, von einer &#8222;Veränderung des Wesens der Fotografie&#8220; zu sprechen. Doch der Stellenwert und die Verwendung der Fotografie haben sich im Zuge der Digitalfotografie merklich verändert. &#8222;Verfügbarkeit&#8220; meint diesbezüglich auch, dass nun alle Prozess-Schritte (von Aufnahme bis Ausgabe/Präsentation) mit im Verhältnis wenig Aufwand durchführbar geworden ist. Im Verhältnis zur analogen Fotografie, versteht sich. Da die Bilder von Beginn an auf digitalem Speichermedium, können alle folgenden Schritte am eigenen Rechner durchgeführt werden. Verfügbar in Echtzeit. Das ominöse Labor welches die Filme entwickelte und die Abzüge herstellte, ist aus der Lette verschwunden. Warten, ja auch das Vertrauen in die Laborarbeit, verschwand damit.</font></p>
<p><font face="Georgia" color="#c0c0c0" size="4">Geändert hat sich natürlich auch das Verständnis über die Technik. Durch die Verbreitung der Heim-PC&#8217;s kann das selbe Wissen über EDV für die Fotografie genutzt werden und das Wissen über chemo-optische Prozesse entfiel.&nbsp; </font></p>
<p><font face="Georgia" color="#c0c0c0" size="4">Ein einzelnes Pixel ist stets durch ein anderes ersetzbar. Dies eröffnet eine ungeahnte Dimension der Bildverarbeitung. Alles ist machbar, so die Devise. Störende Bildteile werden eliminiert, die entsprechenden Pixel ersetzt. Angespornt durch die Werbefotografie, eilen unzählige Hobbyfotografen dieser Vorgehensweise hinterher. Ein Foto muss &#8222;technisch perfekt sein&#8220;. Es muss &#8222;clean&#8220; sein . . .</font></p>
<p><font face="Georgia" color="#c0c0c0" size="4">Dies paart sich mit der Präsentation der Bilder. Diese findet nun über eine eigene Homepage statt oder man besitzt einen Account in einer Community. </font></p>
<p><font face="Georgia" color="#c0c0c0" size="4">Werden Menschen dargestellt, so wollen sie möglichst vorteilhaft dargestellt sein. Da theoretisch von Jedem einsehbar der Internetanschluss besitzt, sollte das eigene Konterfei keine Mängel aufweisen. Ist ja auch verständlich. </font></p>
<p><font face="Georgia" color="#c0c0c0" size="4">Doch Viele sind sich leider kaum bewusst, dass es nur die richtige Web-Adresse braucht, um von der &#8222;ganzen Welt&#8220; gesehen zu werden. Ob nun die eigens gemachten Bilder, oder sogar das eigene Konterfei. Das Internet macht Einem zur öffentlichen Person. </font></p>
<p><font face="Georgia" color="#c0c0c0" size="4">Während Datenschutz in der analogen Fotografie noch ein Randthema war, wurde es mittlerweile zu einem entscheidendem Bestandteil der Fotografie. Es geht um das juristische &#8222;Recht am Bild&#8220;. Während es in der analogen Fotografie schwerpunkmässig um die Rechte am Bild bezüglich des zu fotografierenden Objektes ging, verlagerte sich diese Thematik nun zum Recht am Bild selber. Denn Bilder sind nun Daten.</font></p>
<p><font face="Georgia" color="#c0c0c0" size="4">Demgegenüber stehe ich durchaus skeptisch. Einmal Fotos in&#8217;s Internet gestellt welche eine private Person zeigen, kann sich die betreffende Person nicht mehr dagegen entscheiden. So entfällt eine selektive Publikumswahl. </font></p>
<p><font face="Georgia" color="#c0c0c0" size="4">Selbstverständlich verhielt sich dies prinzipiell schon immer so. Doch da musste man die Bilder in aufwendigen Massenmedien wie Bücher, Zeitungen oder Zeitschriften veröffentlichen. Besonders die Reportage-Fotografie beschäftigte sich mit dieser Thematik. </font></p>
<p><font face="Georgia" color="#c0c0c0" size="4"></font>&nbsp;</p>
<p><font face="Georgia" color="#c0c0c0" size="4">Meiner Ansicht nach fördert die Paarung Digitalfotografie und Internet die Eitelkeit. Psychologisch ist dies ja auch sehr verständlich. Doch aus künstlerischer Sicht frage ich mich da, welchen Einfluss dieses Phänomen auf das Verständnis über die Fotografie nimmt. </font></p>
<p><font face="Georgia" color="#c0c0c0" size="4"></font></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Eine andere Art der Treue</title>
		<link>http://genussdenker.wordpress.com/2008/11/19/eine-andere-art-der-treue/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Nov 2008 23:19:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>genussdenker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Nein, nicht um Treue zwischen Menschen geht es mir hier. 
Seit nun gut 20 Jahren fotografiere ich. Was damals mit einer Pocket und dem Buch &#8222;Hedgecoes Fotohandbuch&#8220; begann, wurde später fester Bestandteil meiner Freizeitgestaltung. 
Mit Ferienarbeit verdiente ich während der Schulzeit das Geld für meine erste Spiegelreflex. Eine Konica T3 kaufte ich zu einem schon [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=genussdenker.wordpress.com&blog=4465741&post=37&subd=genussdenker&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><font face="Segoe UI" color="#c0c0c0" size="4">Nein, nicht um Treue zwischen Menschen geht es mir hier. </font></p>
<p><font face="Segoe UI" color="#c0c0c0" size="4">Seit nun gut 20 Jahren fotografiere ich. Was damals mit einer Pocket und dem Buch &#8222;Hedgecoes Fotohandbuch&#8220; begann, wurde später fester Bestandteil meiner Freizeitgestaltung. </font></p>
<p><font face="Segoe UI" color="#c0c0c0" size="4">Mit Ferienarbeit verdiente ich während der Schulzeit das Geld für meine erste Spiegelreflex. Eine Konica T3 kaufte ich zu einem schon damals überrissenem Preis. Kurz darauf kamen dann zwei weitere Objektive zum Standard-50er hinzu. Die Kamera die aus der ersten Hälfte der 70er stammte, liess mich nie im Stich. Sie besass Blendenautomatik, war sehr robust&nbsp; und die Objektive waren von erstaunlicher Qualität. Ein Stativ und ein bescheidenes Blitzgerät kaufte ich ebenfalls gebraucht hinzu. </font></p>
<p><font face="Segoe UI" color="#c0c0c0" size="4"></font>&nbsp;</p>
<p><font face="Segoe UI" color="#c0c0c0" size="4">Der Stellenwert der Fotografie erhielt ein ungeahntes Ausmass und beinahe wäre ich auch beruflich dort gelandet. </font></p>
<p><font face="Segoe UI" color="#c0c0c0" size="4">Fotografie wurde von &#8222;Mal tolle Bilder machen&#8220; zur Kunst. Dabei erwies sich das fotografieren selber lediglich als Teil der gesamten Beschäftigung mit der Fotografie. In der Auseinandersetzung mit Fotografien stöberte ich in unzähligen Büchern und auch Magazinen. Besuchte Ausstellungen und knüpfte Kontakte zu Berufsleuten. </font></p>
<p><font face="Segoe UI" color="#c0c0c0" size="4">Doch später, vor etwa sechs bis sieben Jahren, stellte sich dann Resignation ein. Die Aktivität liess bis hinunter zum Nullpunkt nach. Während dieser Zeit änderte sich technisch sehr viel. </font></p>
<p><font face="Segoe UI" color="#c0c0c0" size="4">Als ich mit der Fotografie begann, war es noch nicht mal selbstverständlich, dass man eine Autofocus-SLR besass. Dabei waren es nicht mal die noch verhältnismäßig langsamen Motörchen welche alleinig entscheidungsgebend waren. Sondern vielmehr war es noch eine Sinnfrage und die wurde ausgiebig debattiert. Und Kamera&#8217;s wie eine Olympus OM-4ti, Nikon 301, Canon T90 oder die Leica&#8217;s die sich dem Autofocus über lange Zeit hinweg verwehren konnten, galten noch State of the Art. Zudem beschränkte sich die Automatisierung in Mittelformatkamera&#8217;s noch auf Belichtungsautomatik und dies bekräftigte die Autofocusverweigerer. Mein Umstieg von der altertümlichen, aber robusten Konica geschah über eine Nikon 801s. Mit Autofocus der dritten Generation. Doch als zweites Gehäuse kaufte ich mir bald eine noch mechanische FE-2 hinzu. </font></p>
<p><font face="Segoe UI" color="#c0c0c0" size="4">Dabei ging es nicht nur Technik. Es war eine Systemfrage. Die ganze Technik ändere nichts daran, dass das Aufnahmematerial immer noch das Selbe war, wie vor Jahrzehnten. Denn damit handelte es sich um die gleiche Kultur. Das Grundprinzip blieb bestehen. Das Alte wurde in die neue Zeit transferiert. So handelte es sich prinzipiell lediglich um eine Optimierung des Bestehenden. Und das angeignete Wissen konnte man stets brauchen, es veraltete nie.</font></p>
<p><font face="Segoe UI" color="#c0c0c0" size="4">Während der langen Phase meiner fotografischen Untätigkeit reifte die Digitalfotografie. Innerhalb weniger Jahre setzte sich die Digitalfotografie auch im marktentscheidenden Segment der ambitionierten Hobbyfotografie durch. Die Folgen für die Branche waren vergleichbar mit denen der Musikindustrie. Labore mussten drastisch reduzieren, oder gar schliessen, ebenso unzählige Fachgeschäfte. Aber auch renommierte Hersteller waren gezwungen, sich vom Markt zurückzuziehen. Dafür kamen Hersteller in die Fotografie welche Peripherie für Computer bieten. Drucker, Speicherkarten usw. </font></p>
<p><font face="Segoe UI" color="#c0c0c0" size="4">Aber dafür überlebten Marken wie Ilford, wenn auch unter rigorosen Umstrukturierungen. Und andere wie Olympus erlebten sogar eine Wiederbelebung. </font></p>
<p><font face="Segoe UI" color="#c0c0c0" size="4"></font>&nbsp;</p>
<p><font face="Segoe UI" color="#c0c0c0" size="4">Doch die Technik und Ökonomie sind lediglich die augenfälligtsen Aspekte der Veränderung. Denkt man doch nur an den Ersatz für ein kostspieliges und aufwändiges Heim-Labor. Die Software. Ja, Computerprogramme ersetzten das Labor. Ein paar Megabyte Speicherplatz auf der Festplatte befähigt nun den Willigen wofür man früher ein ganzes Zimmer akribisch einrichten musste. </font></p>
<p><font face="Segoe UI" color="#c0c0c0" size="4">Gewinn oder Verlust? </font></p>
<p><font face="Segoe UI" color="#c0c0c0" size="4">Was macht in der Praxis den Unterschied zwischen analog (Film) und digital? In erster Linie ist es die Verfügbarkeit. Diese beginnt bereits mit dem Display auf der Rückseite einer Kamera. Eigentlich ist dies äusserst praktisch, den der Fotografierende wird nicht mehr enttäuscht, wenn er seine Bilder vom Fotofachgeschäft (für viel Geld) abholt. Das fotografieren und die Bildbetrachtung erfolgen in Echtzeit &#8211; gleichzeitig. Und innerhalb einer Minute kann man ein Foto schiessen und es in&#8217;s Internet stellen oder als E-Mail versenden. Die Bilder sind vielfältigst speicherbar, auf zahlreichen Datenträgern. Es braucht kaum mehr physischen Platz, um Foto&#8217;s zu archivieren. </font></p>
<p><font face="Segoe UI" color="#c0c0c0" size="4">Mit dieser beinahe grenzenlosen Verfügbarkeit hat sich auch die Präsentation verändert. Nun braucht man keine Räume mehr zu mieten, um eine Ausstellung zu organisieren. Die irgendwo in einem Gemeinderäumchen für kurze Zeit stattfindet und sowieso nur Freunde hinkommen. Selbst im Netz gibt es mehrere grundsätzliche Varianten, um eigene Bilder der Öffentlichkeit zu präsentieren. Homepage oder eine der zahlreichen Community&#8217;s usw.</font></p>
<p><font face="Segoe UI" color="#c0c0c0" size="4">Verfügbarkeit auch im technischen Sinn. Die Bildbearbeitung. Sie ist zwar nicht einfacher geworden, doch kein Handwerk mehr. Und gleichbedeutend wie die öffentliche&nbsp; Präsentation physikalisch auf&#8217;s Minimum reduziert.&nbsp; Wer ein komplexes Fotoprogramm bedienen vermag, dem stehen alle Möglichkeiten offen. </font></p>
<p><font face="Segoe UI" color="#c0c0c0" size="4">Nun stellt sich allmählich die Frage, ob sich das Wesen der Fotografie im Zuge der Digitalisierung verändert hat. </font></p>
<p><font face="Segoe UI" color="#c0c0c0" size="4">Natürlich hat sich die Fotografie immer verändert. Seit den Boxenkameras zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist sie für die Masse erschwinglich. Und Qualität wird durch Technik definiert. Verfeinerung der Bildaufzeichnung, Handlichkeit der Geräte sowie Automatisierung und die Verfügbarkeit der Bilder. </font></p>
<p><font face="Segoe UI" color="#c0c0c0" size="4">Selbst die in Handy&#8217;s eingebauten Miniaturkamera&#8217;s bieten eine bessere Qualität, als es die ersten Fotopioniere &#8211; die sich noch mit Plattenkamera&#8217;s abmühten und das Silber aus Geldmangel vom Ehering abkratzten &#8211; für möglich hielten. </font></p>
<p><font face="Segoe UI" color="#c0c0c0" size="4">Na ja, ganz so dramatisch wird&#8217;s wohl doch nicht gewesen sein .&nbsp; . .</font></p>
<p><font face="Segoe UI" color="#c0c0c0" size="4">Die Digitalfotografie hat eine Eigenart : einerseits setzt auch sie auf die bisherigen Parameter der physikalischen Gesetzmässigkeiten, andererseits ist ihre Technik nicht einfach (wie es bisher der Fall war) eine Weiterführung des Bisherigen. </font></p>
<p><font face="Segoe UI" color="#c0c0c0" size="4">Doch dafür, dass sich ja im Grunde &#8222;lediglich&#8220; das prinzipielle Aufnahmemedium, das Aufnahmeverfahren geändert hat, hat sich dennoch viel geändert. Nun, soll es nicht einfach um pro und kontra gehen, sondern darum, wie sich die Fotografie als Solches mitverändert hat. Diesem Thema werde ich mich in nächster Zeit vermehrt widmen. </font></p>
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		<item>
		<title>Psychologie und Aufkl&#228;rung</title>
		<link>http://genussdenker.wordpress.com/2008/11/06/psychologie-und-aufklrung/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 Nov 2008 18:01:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>genussdenker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Betrachtet man die Psychologie/Soziologie von ihrem entwicklungsgeschichtlichem Standpunkt aus, so erstaunt wie jung doch diese Disziplin ist. Erstaunen tut dies angesichts dessen, dass es die Disziplin ist, welche sich essentiell mit dem Wesen und dem Verhalten des Menschen auseinander setzt. Ebenso wie die Philosophie ist sie nicht an die Naturwissenschaft&#160; oder ganz allgemein an technische [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=genussdenker.wordpress.com&blog=4465741&post=36&subd=genussdenker&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><font face="Palatino Linotype" color="#c0c0c0" size="4">Betrachtet man die Psychologie/Soziologie von ihrem entwicklungsgeschichtlichem Standpunkt aus, so erstaunt wie jung doch diese Disziplin ist. Erstaunen tut dies angesichts dessen, dass es die Disziplin ist, welche sich essentiell mit dem Wesen und dem Verhalten des Menschen auseinander setzt. Ebenso wie die Philosophie ist sie nicht an die Naturwissenschaft&nbsp; oder ganz allgemein an technische oder politisch-strukturelle Entwicklungen gebunden. Die Psychologie/Soziologie hätte es also durchaus bereits in der Antike geben können. </font></p>
<p><font face="Palatino Linotype" color="#c0c0c0" size="4">Warum dem nicht so ist, dafür gibt es natürlich viele Erklärungen. Die meisten deuten darauf hin, dass es aus&nbsp; thematisch-disziplinären Gründen gar nicht nötig gewesen sei, da Religion und Philosophie diesen Themenbereich abdeckten. Zumal war die institutionelle Religion in früheren Epochen einiges dogmatischer als heute. Da bliebe also die Philosophie. </font></p>
<p><font face="Palatino Linotype" color="#c0c0c0" size="4">In der Tat rückte in der römischen Philosophie der Mensch in den Vordergrund. Die ausgeprägte thematische Ethik deren floss sogar in unser modernes Rechtsverständnis ein. In der europäisch-westlichen Ethik ist also ein Teil der römischen Ethik übrig geblieben. </font></p>
<p><font face="Palatino Linotype" color="#c0c0c0" size="4">Obschon das Verhalten des Menschen stets Mittelpunkt philosophischer und religiöser Themen war, handelte es sich kaum um das, was wir heute unter Psychologie verstehen. </font></p>
<p><font face="Palatino Linotype" color="#c0c0c0" size="4">Bestand also kein Bedarf oder wurde dies dogmatisch-institutionell bewusst unterdrückt? </font></p>
<p><font face="Palatino Linotype" color="#c0c0c0" size="4">Eine mögliche Erklärung liegt im grundsätzlichem Menschenbild der früheren Epochen. Dabei geht es jedoch nicht darum, ob diese nun misanthropisch oder philanthropisch waren. Vielmehr war es die fehlende Einsicht, dass sich ein jeder Mensch aus sich selbst entwickelt. </font></p>
<p><font face="Palatino Linotype" color="#c0c0c0" size="4">Empirische Methodik und eben diese Einsicht erlaubten die moderne Soziologie/Psychologie. Und daher erstaunt es nicht einmal dass die Soziologie früher reifte. Der Weg zum Individuum führte also über&#8217;s Kollektiv. Erst wenn sich das Kollektiv aus den vorgefassten Gegebenheiten wie Herkunft, Stand usw loslösen ließe, wäre dies auch für das einzelne Individuum möglich. Nun handelte der Mensch nicht mehr aus dem Willen höheren Mächten und somit waren die Eigenschaften und Biografien der einzelnen Menschen&nbsp; auch nicht mehr darauf zurück zuführen. </font></p>
<p><font face="Palatino Linotype" color="#c0c0c0" size="4"></font>&nbsp;</p>
<p><font face="Palatino Linotype" color="#c0c0c0" size="4">Entscheidend war das Recht. Die Besinnung darauf, dass das Recht nicht dem höher gestellten Stand vorbehalten sein kann markierte den Beginn der Individualisierung innerhalb der Gesellschaft. Recht bedeutet auch Freiheit und Freiheit bedeutet wiederum aber auch Verantwortung. Parallel dazu Macht. Während die Verantwortung in früheren Epochen einzig der institutionellen Macht vorbehalten war, so führte die Pluralisierung des Rechts zur Verantwortung des Individuum&#8217;s. Diese beiden Entwicklungen fanden also parallel statt und gingen miteinander einher. </font></p>
<p><font face="Palatino Linotype" color="#c0c0c0" size="4"></font>&nbsp;</p>
<p><font face="Palatino Linotype" color="#c0c0c0" size="4">Verantwortung kann aber auch ungemütlich sein, kann unbequem sein. Die Macht welche sich von der Institution zum Gewissen der Einzelnen verlagerte. Wer es also schafft, an das Gewissen der Einzelnen zu appellieren, besitzt Macht. Intuitiv spüren wir dies. Und nicht wenige möchten sich dem entziehen. dabei finden Mechanismen statt, welche denen sehr ähneln, denen man längst absagte. Dabei kollidiert man aber mit dem Recht. </font></p>
<p><font face="Palatino Linotype" color="#c0c0c0" size="4">So ist es also nicht erstaunlich, dass sich Erklärungsversuche über&#8217;s menschliche Verhalten vermehrt an uns nicht erreichbare Mechanismen orientieren. </font></p>
<p><font face="Palatino Linotype" color="#c0c0c0" size="4">Damit wird die Errungenschaft der Psychologie/Soziologie bedauerlicherweise vermehrt ausgeblendet. Der Mensch der handelt, weil es seine Attribute und seine Biografie es so aufdrängt. Die Delegierung der Verantwortung an höhere Mächte. </font></p>
<p><font face="Palatino Linotype" color="#c0c0c0" size="4">Sind wir also zivilisatorisch wirklich weiter als die Menschen früherer Epochen? Diese Frage kann nur für das einzelne Individuum beantwortet werden . . . </font></p>
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		<title>Don&#8217;t Let Me Be Misunderstood</title>
		<link>http://genussdenker.wordpress.com/2008/11/01/dont-let-me-be-understood/</link>
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		<pubDate>Sat, 01 Nov 2008 23:46:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>genussdenker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Nacht]]></category>
		<category><![CDATA[Einsamkeit; Gesellschaft; Nacht]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist wieder mal soweit. Nacht.
Nachts ist man mehr alleine als am Tag. Oder ist es eher umgekehrt? Weil die Welt da draußen schläft und daher sowieso keine Aktivitäten stattfinden? Sowohl Tag als auch Nacht bieten Gründe des Empfindens von Einsamkeit. 
Doch es gibt ja nicht &#8222;nur&#8220; die physische Einsamkeit. Die Einsamkeit welche in der [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=genussdenker.wordpress.com&blog=4465741&post=33&subd=genussdenker&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><span style="font-size:medium;color:#c0c0c0;font-family:Times New Roman;">Es ist wieder mal soweit. Nacht.</span></p>
<p><span style="font-size:medium;color:#c0c0c0;font-family:Times New Roman;">Nachts ist man mehr alleine als am Tag. Oder ist es eher umgekehrt? Weil die Welt da draußen schläft und daher sowieso keine Aktivitäten stattfinden? Sowohl Tag als auch Nacht bieten Gründe des Empfindens von Einsamkeit. </span></p>
<p><span style="font-size:medium;color:#c0c0c0;font-family:Times New Roman;">Doch es gibt ja nicht &#8222;nur&#8220; die physische Einsamkeit. Die Einsamkeit welche in der Regel Kontaktlosigkeit meint. Und zudem noch bezüglich spezifischer Bedürfnisse. Ob sozialer, ob zwischenmenschlicher Natur. </span></p>
<p><span style="font-size:medium;color:#c0c0c0;font-family:Times New Roman;">Zweifellos gibt es verschiedene Formen der Einsamkeit. Empfunden wird sie seelisch, geistig. Gibt es auch quasi inhaltliche Form von Einsamkeit? Also dann, wenn sie nicht auf physischer, auf quantitativer Ebene empfunden wird?</span></p>
<p><span style="font-size:medium;color:#c0c0c0;font-family:Times New Roman;">Gewiss.</span></p>
<p><span style="font-size:medium;color:#c0c0c0;font-family:Times New Roman;">Zum Beispiel in Trauer oder gar innerhalb einer zwischenmenschlichen, partnerschaftlichen Beziehung kann Einsamkeit durchaus intensiv empfunden werden. Gerade kann etwa körperliche, physische Nähe erst Recht Einsamkeit hervorrufen. Und eine Form von geistiger Einsamkeit ist das nicht verstanden werden. Im Zeitalter des Individualismus und der gleichzeitigen Interessenkollisionen ist diese Form der Einsamkeit ein unsere Gesellschaft prägendes Phänomen geworden. Und man könnte nun darüber debattieren, ob denn Individualismus zwangsläufig zu Interessenkollisionen führe. Nahe liegt es jedenfalls. </span></p>
<p><span style="font-size:medium;color:#c0c0c0;font-family:Times New Roman;">&#8222;Don&#8217;t let me be misunderstood&#8220; sang auf seinem Debüt einst Joe Cocker. Im Original von Eric Burdon&#8217;s The Animals. Wenn auch nicht ganz so gemeint wie hier, und so lauten passenderweise andere Titel des Albums &#8222;With a little help from my friends&#8220; oder &#8222;Do I still figure in your life?&#8220;. Ich mag das Album. Und nicht vorzugsweise weil Jimmi Page (Led Zeppelin), Matthew Fisher (Procol Harum) oder Steve Winwood darauf mitwirkten. Nein, weil es eine so herrliche Mischung aus Melancholie und Enthusiasmus verströmt. Man kann sich richtig vorstellen wie Cocker bei den Aufnahmen mit den Armen ruderte; bekanntermassen sein Markenzeichen neben seiner Stimme. </span></p>
<p><span style="font-size:medium;color:#c0c0c0;font-family:Times New Roman;">Sind wir eine Gesellschaft von Missverstandenen? Unverstanden obschon wir doch so zahlreiche essentielle Bedürfnisse teilen? Über solche Fragen zerbrechen sich Soziologen jahrelang die Köpfe. </span></p>
<p><span style="font-size:medium;color:#c0c0c0;font-family:Times New Roman;">Provokanterweise müsste man schon beinahe fragen, ob denn das Recht auf individuelles Bedürfnis Einsamkeit erst ausgeprägt schaffe. Nein, von diesem recht können und sollen wir nicht abkommen. Das Individuum steht sonst schon genug im Konflikt mit dem Kollektiv. Auf welche Verbindlichkeiten ließe sich da noch einigen?! </span></p>
<p><span style="font-size:medium;color:#c0c0c0;font-family:Times New Roman;">Wir alle besitzen unser Empfinden und unser Denken nur für uns selbst. Das Gesagte, das Geschriebene &#8211; ja und natürlich das Verhalten selber &#8211; die Handlungen dringen nach außen. Als wäre ein Individuum ausschließlich eine Mischung aus Eigenschaften und Handlungen. Nein, wir sind auch Denkende, sind Empfindende. </span></p>
<p><span style="font-size:medium;color:#c0c0c0;font-family:Times New Roman;">Das Leben findet im Sein statt. Man empfindet, man denkt das Leben, die Welt. Man nimmt es wahr, man verarbeitet es. </span></p>
<p><span style="font-size:medium;color:#c0c0c0;font-family:Times New Roman;">Isoliert von all dem was nach außen dringen kann, befinden sich die Gedanken. </span></p>
<p><span style="font-size:medium;color:#c0c0c0;font-family:Times New Roman;">Ja gewiss, sie lassen sich austauschen. </span></p>
<p><span style="font-size:medium;color:#c0c0c0;font-family:Times New Roman;">Doch kann man nur für sich selber denken. Und so wie dies ein ungeheuerlicher Gewinn ist, so kann es auch zum Verhängnis werden. </span></p>
<p><span style="font-size:medium;color:#c0c0c0;font-family:Times New Roman;">Wenn die konkreten Gedanken der Menschen nicht unterschiedlicher sein könnten, wenn wir auch manchem Gegenüber dem wir in unserem Leben begegnen nicht verstehen, so ist uns doch dieser Umstand der Isolation der Gedanken gemeinsam. </span></p>
<p><span style="font-size:medium;color:#c0c0c0;font-family:Times New Roman;">Jeder denkt für sich.</span></p>
<p><span style="font-size:medium;color:#c0c0c0;font-family:Times New Roman;">Alle zusammen.</span></p>
<p><span style="font-size:medium;color:#c0c0c0;font-family:Times New Roman;">Hoffen wir es zumindest . . .</span></p>
<p> </p>
<p><span style="font-size:medium;color:#c0c0c0;font-family:Times New Roman;">Glauben wir doch weiterhin an die Illusion, verlieren wir nicht den Enthusiasmus. </span></p>
<p><span style="font-size:medium;color:#c0c0c0;font-family:Times New Roman;">&#8222;How do I feel at the end of the day?&#8220;</span></p>
<p><span style="font-size:medium;color:#c0c0c0;font-family:Times New Roman;">- &#8222;Are you sad, &#8217;cause you&#8217;r on your&#8217; own&#8220;</span></p>
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		<title>Wenn das Gute zum Nachteiligen wird</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Oct 2008 23:27:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>genussdenker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[Kann etwa eine eigentlich herausragende menschliche, charakterliche Eigenschaft zum Nachteil werden? Kann eine solche löbliche Eigenschaft gar auch Böses fördern?  
Auf Gutes muss nicht zwingend Gutes folgen. Diese Erkenntnis ist dafür ausschlaggebend. 
Kaum je würden wir Jemandem eine schlechte Charaktereigenschaft, ein schlechtes Verhalten empfehlen. Und die Erkenntnis dass auf Gutes nicht zwingend Gutes folgen muss [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=genussdenker.wordpress.com&blog=4465741&post=30&subd=genussdenker&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><span style="font-size:medium;">Kann etwa eine eigentlich herausragende menschliche, charakterliche Eigenschaft zum Nachteil werden? Kann eine solche löbliche Eigenschaft gar auch Böses fördern?</span><span style="font-size:medium;">  </span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Auf Gutes muss nicht zwingend Gutes folgen. Diese Erkenntnis ist dafür ausschlaggebend. </span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Kaum je würden wir Jemandem eine schlechte Charaktereigenschaft, ein schlechtes Verhalten empfehlen. Und die Erkenntnis dass auf Gutes nicht zwingend Gutes folgen muss erinnert und verführt gerade zu zur Eitelkeit des Nihilismus. Doch ist es nicht nur der Dualismus zwischen dem Guten und dem Schlechten, sondern die Erkenntnis kann auch dann zutreffen, wenn Gutes auf Gutes stösst. So geht es also viel weniger um eine weltanschauliche Übermacht des Schlechten, noch um eine Nihilierung von Werten und Grundsätzen. </span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Allmählich kristallisiert sich heraus, dass es um Zusammenhänge geht. Das Phänomen, etwas als &#8222;gut&#8220; zu befinden und dem dennoch sehr kritisch gegenüber zu stehen, ist wohl allen bestens bekannt. Und eben darin liegt der Kern . . .</span></p>
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