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		<title>Polarisierung</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Dec 2009 14:51:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>genussdenker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsbildung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die&#160; zunehmende Polarisierung bez&#252;glich dem Islam findet ja nicht einfach so und irgendwie statt. Sondern bereits in einer Diskussionskultur die es mal zu nennen gilt. &#160;
Heutige Diskussionskultur sowohl auf politischer, kultureller, religi&#246;ser, grundsatzethischer Ebene zeichnet sich vor Allem durch zwei Dinge aus : Polarisierung (Verh&#228;rtung &#38; Extremisierung der Standpunkte) und Reaktionismus aus. 
Missst&#228;nde veranlassen in [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=genussdenker.wordpress.com&blog=4465741&post=68&subd=genussdenker&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><font size="4" face="Georgia">Die&#160; zunehmende Polarisierung bez&#252;glich dem Islam findet ja nicht einfach so und irgendwie statt. Sondern bereits in einer Diskussionskultur die es mal zu nennen gilt. </font><font size="4" face="Georgia">&#160;</font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Heutige Diskussionskultur sowohl auf politischer, kultureller, religi&#246;ser, grundsatzethischer Ebene zeichnet sich vor Allem durch zwei Dinge aus : Polarisierung (Verh&#228;rtung &amp; Extremisierung der Standpunkte) und Reaktionismus aus. </font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Missst&#228;nde veranlassen in der heutigen Diskussionskultur Menschen vermehrt zu voreiligen Schl&#252;ssen, zu voreiligen Massnahmen. Recht gegen Recht, sofort aufkommender Alarmismus bei Bekanntwerden eines Missstands. Da werden oftmals Massnahmen gefordert, welche alle Vernunft vermissen l&#228;sst. Das Unrecht eines Jenen gilt als Anlass, selber Unrecht anzutun, gilt als Anlass rechtsstaatliche Grunds&#228;tze bei Seite zu lassen. Hauptsache man ist das Problem los. Sieht man Unrecht in eigener Sache, so ist die Emp&#246;rung gross und schl&#228;gt zur&#252;ck. </font></p>
<p><font size="4" face="Georgia"></font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Wohin f&#252;hrt eine solche Diskussionskultur? Wo ausgearbeitete Vernunft in der lauten Emp&#246;rung, in extremen Statements untergehen zu scheint? </font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">&quot;Eine Meinung sagt noch nichts &#252;ber deren Richtigkeit&quot; und &quot;Die Folgen eines Problems aus der Welt zu schaffen hei&#223;t noch nicht, dass deren Ursachen ebenso aus der Welt geschaffen sind, sie k&#246;nnten latent nach wie vor vorhanden bleiben&quot;.</font></p>
<p><font size="4" face="Georgia"></font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Die Individuen einer freien Gesellschaft verf&#252;gen nicht nur Meinungsfreiheit, sondern auch Handlungsfreiheit &#8211; besser gesagt Entscheidungsfreiheit. Man kann also sagen : innerhalb der rechtstaatlichen Gesetze gelten diese Individual-Freiheiten.</font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Dies, aus aufkl&#228;rerischer Sicht auch die Grundlage daf&#252;r, das die Individuen in einer Basis-Demokratie ihre Regierung selber w&#228;hlt. </font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Doch Entscheidung verlangt Verantwortung. Sich und Anderen gegen&#252;ber. Diese Verantwortung wird rhetorisch auch des &#214;fteren erw&#228;hnt. Aber auch das Argumentieren unterliegt Verantwortung. </font></p>
<p><font size="4" face="Georgia"></font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Eine nicht zu untersch&#228;tzende Gefahr der Polarisierung besteht darin, dass essentielle Probleme untergehen k&#246;nnten. Also Aspekte, Probleme die grunds&#228;tzlicher und langfristiger Natur sind und im Alarmismus und Reaktionismus untergehen, weil dort die Problem-Themen f&#252;r sich beansprucht werden.</font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">&quot;Leben wir eigentlich in eine Problemgesellschaft?&quot;, muss beinahe gefragt werden.&#160; &#220;berall Probleme, &#252;berall gegenl&#228;ufige Standpunkte.</font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Ein typischer Effekt unserer Zeit : werden Standpunkte extrem und undifferenziert ge&#228;u&#223;ert, bedarf es an Energie und Aufwand, diese extreme Standpunkte zuerst einmal argumentativ zu kl&#228;ren. Somit ist man schlussendlich viel mehr mit argumentieren besch&#228;ftigt, als mit der eigentlichen Probleml&#246;sung. </font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Das Recht eine Meinung zu &#228;ussern, sagt noch nicht &#252;ber deren Richtigkeit aus. Standpunkte wollen begr&#252;ndet sein, damit man ihr Wahrheitsgehalt eruieren kann. </font></p>
<p><font size="4" face="Georgia"></font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Doch allzuoft erlaubt die knappe Zeit oder Aufwand es nicht, genug differenziert zu debattieren. Umso entscheidender ist es, von Beginn weg differenziert zu argumentieren, ansonsten l&#228;uft man Gefahr, dass Debatten in eigentliche &quot;Argumentationsschlachten&quot; ausarten. </font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Das Einnehmen von Standpunkten unterliegt zu oft psychologischen Mechanismen, welche sich Beteiligte zu wenig oder gar nicht bewusst sind. Eine Meinung wird sehr oft mit der eigenen Person identifiziert, oft auch daher, weil die eigene Identit&#228;t von der Thematik betroffen ist. Also &quot;inhaltliche Befangenheit&quot;. An dieser stelle sei mal bewusst gemacht, in wie vielen Problemstellungen wir heute selbst befangen sind. Gerade in kulturellen und religi&#246;sen oder ideologischen sowie grundsatzethischen Fragen. Vor Allem Faktoren wie Zugeh&#246;rigkeit spielen da eine zentrale Rolle. </font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Auch m&#252;sste man sich manchmal eingestehen, das es in vielen Fragestellungen keine wertneutrale Sicht, keine unabh&#228;ngige Perspektive, gar Wahrheit gibt. Sondern lediglich perspektivische Positionen. </font></p>
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		<item>
		<title>Es geht nicht um den Islam</title>
		<link>http://genussdenker.wordpress.com/2009/12/12/es-geht-nicht-um-den-islam/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 19:11:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>genussdenker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Minarett-Abstimmung Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz und Islam]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie nicht anders zu erwarten ging auch in den vergangenen Tagen die Argumentation hinsichtlich des schweizerischen Minarett-Verbots weiter. 
Demonstration in Bern an die der umstrittene Deutsche Pierre Vogel aufgrund eines Einreiseverbots trotz angekündigter Widersetzung nicht erschien. Pierre Vogel der umstrittene deutsche muslimische Missionar. Stattdessen versuchte die Veranstaltung Werbung für den Islam zu machen und stand [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=genussdenker.wordpress.com&blog=4465741&post=65&subd=genussdenker&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;">Wie nicht anders zu erwarten ging auch in den vergangenen Tagen die Argumentation hinsichtlich des schweizerischen Minarett-Verbots weiter. </span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;">Demonstration in Bern an die der umstrittene Deutsche Pierre Vogel aufgrund eines Einreiseverbots trotz angekündigter Widersetzung nicht erschien. Pierre Vogel der umstrittene deutsche muslimische Missionar. Stattdessen versuchte die Veranstaltung Werbung für den Islam zu machen und stand in der Parole &#8222;Der Islam ist die Religion die den Frauen am meisten Freiheit gewährt&#8220;. </span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;">Auch vom französischen Präsidenten Nicolas Sarkosy war zu hören. Von einem Zeitungsartikel in den er Verständnis für das schweizer Stimmresultat kund tat, die Abstimmung selber jedoch unrechtmässig hinstellte.</span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;">Auch mehren sich die naturgemäß etwas länger angesetzte Stellungsnahmen der anders-religiösen Geistlichen. Also aus christlichen und jüdischen Kreisen. Obschon sich auch diese bereits im Vorfeld der Abstimmung gegen die Initiative, also gegen das Minarett-Verbot stellten.</span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;">Dies ja nur verständlich da sie eigene Einschränkungen hinsichtlich religiöser öffentlicher Belange befürchten.</span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;">Und die Reaktionen auf den vom Vatikan neu bestimmten Weihbischof für Zürich, Marian Eleganti bestätigen dies. </span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;">Aber diese dem römisch-katholischen Erzkonservatismus skeptischen Reaktionen bestätigen ja nur das was ich bereits bisher schrieb : alle Religionen haben sich dem politischen Plural anzupassen.</span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;"> </span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;">Wie sehr aber die Minarett-Debatte-Argumentation in&#8217;s Absurde driftet, zeigte ein ironisch gemeinte Aussage vergangene Nacht an meinem Arbeitsplatz. Da sagte ein Arbeiter zu einem deutschen Arbeiter angesichts der Meldung über das Einreiseverbots Pierre Vogels : &#8222;Jetzt bringt ihr Deutschen sogar noch moslemische Missionare mit!&#8220; </span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;">Für die, welche es nicht wissen : die Deutschen stellen in der Schweiz nach Nationalität die größte AusländerGruppe. Und weil die deutsche Mentalität vielen Schweizern nicht behagt kam es schon zu vielen Misstönen. </span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;"> </span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;">Eines scheint klar zu sein : die immer wieder von beiden Seiten gehörte Argumentation führt schlussendlich nur in verhärtete Positionen. Nicht nur das : die Argumentationen führen am Wesentlichen vorbei.</span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;"> Um was im Kern ging es den Schweizer Bürgern am 29.11.&#8217;09? Um den Islam? </span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;">Nein, um die Schweiz. </span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;"> </span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;">Den meisten Schweizern ist der Islam herzlich egal. Wie auch andere religiöse Belange im alltäglichen, säkularen Leben kaum eine Rolle spielen. Die Schweiz blickt auf eine lange Tradition von religiösen Konflikten aber auch deren Konsens zurück. </span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;">Vor Allem aber : man hat hierzulande genug von religiösen Konfrontationen. Minarette die nach außen hin stehen wären jedoch nicht nur ein Zeichen der religiösen Vielfalt, sondern ein weiterer Konfliktpunkt. </span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;">Eines der wesentlichen Merkmale des Islam, nämlich das er nach außen hin geschlossen auftritt, nach innen jedoch gespalten ist, sehen manche als Gefahr für den Religionsfrieden. </span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;">Die &#8222;ArgumenationsKeule&#8220; Religionsfreiheit ist tatsächlich legitim, aber nicht Glaubensfreiheit. Ich beginne mich zu wiederholen <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;"> </span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;">Man muss sich sogar fragen, wo es hinführen würde, wenn der staatliche Souverän nicht mehr über öffentliche religiöse Belange befinden würde. Und in der Schweiz ist der Souverän nun mal der Bürger. Von fundamentalen Kreisen wird gerne angeführt, die Minarett-Abstimmung erinnere an den Nationalsozialismus. </span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;">Dabei sei gesagt : Das Nazi-Regime war eine Diktatur bei der die Bürger ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr selber entscheiden konnten, wie sich die Geschicke des Landes entwickeln. Und weshalb wurde dieser Zeitpunkt erreicht? Weil die deutschen Bürger ihre politische Verantwortung 1933 an das diktatorische Regime abgab. Es war nicht mehr gewillt, Verantwortung zu tragen. An dieser Stelle erinnere ich gerne an Erich Fromms&#8217; &#8222;Furcht vor der Freiheit&#8220;. </span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;"> </span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;">Nichts ist verheerender als falsch verstandene Freiheit! </span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;">Denn Freiheit in seinem Wesen gründet auf der Würde des Menschen, im Gesamten der Lebenswürde. Da Würde das oberste Gebot ist, ist sie auch zu schützen. Danach richtet sich folglich der Freiheitsbegriff. Freiheit kann dann eingeschränkt werden, wenn Würde und Recht gefährdet sind. Und : Glaubensfreiheit ist ein Bestandteil der Würde! </span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;"> </span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;">Glaubensfreiheit beinhaltet noch einen weiteren, folgenden Aspekt : die Unbeeinflussbarkeit Religionen gegenüber den Individuen. So darf gemäss Definition niemand zur Annahme eines religiösen Glaubens gezwungen werden. </span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;">Doch bereits dieser Aspekt hat etwas Ambivalentes, etwas Widersprüchliches in sich. Denn Religion ist vor Allem ein kultureller Aspekt was sich im Thema &#8222;Religionszugehörigkeit&#8220; manifestiert. Ich kenne nur eine Konfession welche zB das Offizielle Glaubensbekenntnis hinsichtlich Religionszugehörigkeit ab Mündigkeitsalter propagiert : die Mennoniten. Hierzulande, die &#8222;Wiedertäufer&#8220;, oder einfach &#8222;Täufer&#8220; genannt. Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen : die Beweggründe des &#8222;Taufens des Mündigen&#8220; hat viel weniger ethische, als religiöse Gründe. Wir dürfen nicht vergessen . als die Glaubensfeiheit als Allgemeines, freiheitliches Gut ausgerufen wurde, war Religionszugehörigkeit nicht nur Sache der Kultur, sondern im Speziellen auch der &#8222;ter</span><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;">ritorialen Zugehörigkeit&#8220;. Also eine Mischung aus privater, kultureller und territorialer Herkunft. Und wenn wir schon bei den Täufern sind : ausgerechnet deren Bewegung gründete in der Schweiz . . .</span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;"> </span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;">Nun aber sollen die Religionszugehörigkeit&#8217;s-Aspekte nicht hinterfragt und thematisiert werden, sondern damit möchte ich in Erinnerung rufen, wie unselbstverständlich Religionsfreiheit selbst im Privaten ist. Manche ideologischen, politische Atheisten kamen schon auf die Idee, es Eltern zu verbieten, ihre Kinder taufen zu lassen, und ihnen eine Religionszugehörigkeit aufzudrängen. Danach würden aber die Eltern wieder geltend machen : Religion ist etwas Privates (Glaubensfreiheit) und steht somit im Ermessen der Erziehung. Da hätten wir also ein argumentatives Patt vor uns. </span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;"> </span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;">Man sollte die Schweizer Bürger (Im Speziellen diejenigen die für die Initiative stimmten) nicht für dumm verkaufen. Dass das umstrittene Wahlplakat zur Initiative nichts weiter war als schlechte Propaganda, konnten die allermeisten hier sehr wohl einschätzen. Man sollte nun nicht unterstellen, wir meinen, sämtliche Muslime hier würden Bomben auf sich tragen und hätten es auf Andersgläubige abgesehen!! Und man braucht bei einem Volk welches bis in die 70er Jahre auf nationaler Ebene kein Stimmrecht für Frauen kannte, auch keine Islam-Werbung à la &#8222;Islam ist die frauenfreundlichste Religion&#8220; zu machen. Man weiss hier sehr wohl, um was es bei solchen Themen geht. </span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;">Diese Parole der heutigen Veranstaltung in Bern entstand wohl aufgrund der Statistik, das vornehmlich viele Frauen und junge Wähler für die Minarett-Initiative stimmten. Da fragt sich ironischerweise : wäre es dem Islam besser gekommen, hätte die Schweiz bis heute kein Stimmrecht für Frauen . . . ?</span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;"> </span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;">Wer über die Schweizer Minarett-Abstimmung debattiert, sollte auch einige Dinge über die Schweiz wissen. Denn sie fand ja in der Schweiz statt. </span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;">Selber stehe ich zu den Religionen und verteidige sie auch gegenüber den politischen Atheisten. Bereits die jüngste Wahl des zürcher Weihbischofs Eleganti zeigt auf, das die Polarisierung von den religiösen Institutionen vor Allem von außerhalb der Schweiz nun zusehends missbraucht wird. Man kann sich vorstellen, das im Vatikan die gegenweärtige Entwicklung sehr aufmerksam verfolgt wird. Die Wahl Elegantis&#8217; (trotz Alternativen) ist ein Zeichen davon, dass man sich im Vatikan etwas davon verspricht und wohl meint, die schweizer Katholiken seien wieder zu mehr Konservatismus bereit. Selbst das Vorhaben Einiger aus der Reformierten Landeskirche, sich ein einheitliches Glaubensbekenntnis zu geben, wird noch für Gesprächsstoff sorgen. Auf der anderen Seite die sogenannten Liberalisierer die nun Grundsatzdebatten über die direkte Demokratie führen.<br />
</span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;"> </span></p>
<p><span style="font-family:Segoe UI;font-size:medium;">Die private Freiheit erachten wir hier als unser höchstes Gut. Wir kenne die religiösen Konflikten aus allen Seiten. Was wir (selbstverständlich auch mit Hilfe der europäischen Aufklärung!) gelernt haben : die Freiheit und Würde steht über jeder religiösen propagierten &#8222;Wahrheit&#8220;.</span></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Der Konflikt spitzt sich zu (Schweiz &#8211; Islam)</title>
		<link>http://genussdenker.wordpress.com/2009/12/12/der-konflikt-spitzt-sich-zu-schweiz-islam/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 17:27:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>genussdenker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Minarett-Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun scheint es so zu kommen wie es vor zehn Tagen hierzulande Viele befürchteten.
Einem deutschen muslimischen Missionar ist die Einreise in die Schweiz verweigert worden. In einem Nebenschauplatz provozierte im Kanton Solothurn eine Muslimin die Behörde indem sie sie sich zwecks Identifizierung weigerte ihren Schleier abzunhemen. Sie wurde darauf hin von einer Polizistin &#8222;entschleiert&#8220; und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=genussdenker.wordpress.com&blog=4465741&post=60&subd=genussdenker&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Nun scheint es so zu kommen wie es vor zehn Tagen hierzulande Viele befürchteten.</p>
<p>Einem deutschen muslimischen Missionar ist die Einreise in die Schweiz verweigert worden. In einem Nebenschauplatz provozierte im Kanton Solothurn eine Muslimin die Behörde indem sie sie sich zwecks Identifizierung weigerte ihren Schleier abzunhemen. Sie wurde darauf hin von einer Polizistin &#8222;entschleiert&#8220; und konnte somit ohne Augen von Männern identifiziert werden. Ein SP-Politiker sagte darauf, dass in solchen Provokationsfällen auf keine Gesuche mehr eingegangen werden sollte. Situation : die Muslimin kam auf&#8217;s Amt weil sie Soziahilfe beantragte.</p>
<p>Einige Protagonisten aus dem Islam provozieren nun den Rechtsstaat Schweiz.</p>
<p>Diese meinen nun tatsächlich, beim Minarett-Verbot handle es sich um eine Hetze gegen den Islam. Dabei vergessen sie das, was ich im unteren Beitrag bereits nannte : nämlich das Einschränkungen des Staates gegenüber der Religion betreffend des öffentlichen Raumes alles andere als etwas Unübliches ist. Dass man hier in der Schweiz im Speziellen stets öffentlich über religiöse Belange spricht.Und überhaupt verkennt er, dass die Schweiz auf eine lange Tradition auf religiöse und kulturelle Konflikte wie auch Konsens zurückblick.</p>
<p>Als problematisch ist die Tatsache zu bezeichnen, das die religiös-kulturell motivierten Kritiker  des Minarett-Verbots nicht zwischen Rechtsstaatlichkeit und Meinungsbildung unterscheiden vermögen.</p>
<p>Mögen manche Motivationen und Argumente für das Minarett-Verbot noch so verwerflich sein können, Tatsache ist, dass das Minarett-Verbot in seinem Prinzip die Rechtstaatlichkeit nicht untermauerte, sondern im Gegenteil bekräftigte.</p>
<p>Beinahe sarkastisch mutet es also nun an, das eben solche Kritiker dem genau gleichen Phänomen unterliegen, wie ihre ideologischen Gegner (also die mit den verwerflichen Argumenten). Sie stellen ihre eigene Beweggründe vor allem Anderen und halten alles für Unrecht, was sie nicht bestätigt.</p>
<p>Ebenso wie Religionsfreiheit mit Glaubensfreiheit verwechselt wird (aus rhetorischen Gründen ja ganz praktisch), wird nun &#8222;Meinungsfreiheit&#8220; mit <em>Gesinnungsfreiheit</em> verwechselt. Denn wie auch Meinungsfreiheit Grenzen im Öffentlichen Raum erfährt, ist es die Gesinnungsfreiheit welche den privaten Raum meint.</p>
<p>Was ich immer wieder bemängle, scheint sich ebenso zu bewahrheiten : man spricht über den Islam und sämtliche beinhaltende Aspekte, anstatt über Grundlagen zu sprechen. Dies muss man leider beiden Seiten gegenüber scharf kritisieren. Beide Seiten, die nämlich über Werte und Rechte sprechen, ignorieren die Grundlagen solcher Werte und Rechte. Denn beide vergessen : es geht im Kern überhaupt nicht spezifisch um Religion, sondern um Rechtstaatlichkeit!</p>
<p>Die Medien hielten sich zu Beginn nach der Volksabstimmung skeptisch zum Minarett-Verbot. Doch die zunehmenden Provokationen seitens der religiös-kulturell motivierten Gegner des Minarett-Verbots werden nun auch als Solches genannt.</p>
<p>Somit ist das Einreise-Verbot dem Deutschen Pierre Vogel gegenüber mehr als berechtigt. Man ist nicht gewillt, die Debatte noch weiter anheitzen zu lassen. Doch sind diese Kräfte nun auf Konfrontationskurs. Das wird insbesondere einem wie P. Vogel genau diejenigen Gegner einbringen die er möchte um sich dann als Opfer betrachten zu können. Gäbe es einen technischen Weg damit Vogel in der Öffentlichkeit &#8222;auftreten&#8220; würde, so täte er langfristig seiner muslimischen Gefolgschaft Schaden an. Denn die Schweiz ist nicht Deutschland. Und Pierre Vogel weiss wohl auch nicht um die Dinge welche die Schweiz der islamischen Welt erweist. Leute wie er &#8211; besser gesagt Auftritte von Leuten wie ihm &#8211; könnten dem Schaden anrichten.</p>
<p>Wie nun aus den tagesaktuellen Medien zu vernehmen war, fanden sich gegen 600 Leute zur Veranstaltung in Bern ein. Scheinbar velief alles friedlich und der besagte deutsche muslimische Missionar Pierre Vogel kam nicht.</p>
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	</item>
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		<title>Minarett-Verbot</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 17:47:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>genussdenker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>

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		<description><![CDATA[Die am Sonntag angenommene Initiative &#252;ber das Minarett-Bau-Verbot schlug ja hohe Wellen. 
Vor Allem eine Welle der Entr&#252;stung. 
Es gibt bestimmt duzende Beweggr&#252;nde, die 57 % der Stimmende zu einem &#34;Ja&#34; an der Wahlurne veranlasste. Von legitimen, verst&#228;ndlichen, n&#252;chternen bis hin zu fragw&#252;rdigen und sogar verwerflichen.&#160; Oft in einer Mischung davon. 
Das nun k&#252;nftige Bau-Verbot [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=genussdenker.wordpress.com&blog=4465741&post=58&subd=genussdenker&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><font size="4" face="Georgia">Die am Sonntag angenommene Initiative &#252;ber das Minarett-Bau-Verbot schlug ja hohe Wellen. </font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Vor Allem eine Welle der Entr&#252;stung. </font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Es gibt bestimmt duzende Beweggr&#252;nde, die 57 % der Stimmende zu einem &quot;Ja&quot; an der Wahlurne veranlasste. Von legitimen, verst&#228;ndlichen, n&#252;chternen bis hin zu fragw&#252;rdigen und sogar verwerflichen.&#160; Oft in einer Mischung davon. </font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Das nun k&#252;nftige Bau-Verbot von Minaretten ist eine Einschr&#228;nkung der Religionsfreiheit. </font></p>
<p><font size="4" face="Georgia"></font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Doch zum Einen muss man sich fragen</font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">- welche andere, bereits l&#228;ngst bestehenden Einschr&#228;nkungen bez&#252;glich Religionsfreiheit gibt es? In der Schweiz und anderswo.</font></p>
<p><font size="4" face="Georgia"></font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Zum Anderen :</font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">- Was beinhaltet eigentlich laut Definition &quot;Religionsfreiheit&quot; und Glaubensfreiheit&quot;?</font></p>
<p><font size="4" face="Georgia"></font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">1 ) In der Schweiz kennt man schon lange Einschr&#228;nkungen der Religionsfreiheit gegen&#252;ber. Zum Einen ist die Schweiz geographisch (Kantone) in konfessionelle Gebiete geteilt. Religionsangelegenheiten sind im Konkreten Sache der Kantone.&#160; Im Allgemeinen Sache des Bundes. Wie etwa das neue MinarettVerbot. Religi&#246;se Einschr&#228;nkungen kann man einige finden. </font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">So etwa das seit 1893 bestehende Sch&#228;chtverbot. Damals gegen&#252;ber der j&#252;dischen Bev&#246;lkerung eingef&#252;hrt. Gesch&#228;chtet werden d&#252;rfen nur Gefl&#252;gel, aber keine S&#228;ugetiere. 1978 wurde dieser in der Bundesverfassung (!) verankerte Artikel in&#8217;s Tierschutzgesetzt &#252;bertragen. So konnte man die einst antisemitische Motivation in eine andere &#252;bertragen. Der &quot;Schutz&quot; der Tiere. Import solches Fleisches ist hingegen gestattet.</font></p>
<p><font size="4" face="Georgia"></font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Andere Einschr&#228;nkungen der Religion gegen&#252;ber finden sich &#252;berall dort, wo Religion &#246;ffentlichen Raum &quot;betritt&quot;. Und es ist auch der Staat der eine sich &quot;religi&#246;se Gemeinschaft&quot; nennt, ihr diesen Status anerkennt oder aberkennt.</font></p>
<p><font size="4" face="Georgia"></font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">2) Damit ist das wichtigste gesagt. Die Unterscheidung zwischen &#246;ffentlichem Raum und privatem Raum.</font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">So gibt es tats&#228;chlich &#8211; nicht nur in der Theorie &#8211; einen essentiellen Unterscheide zwischen Religionsfreiheit und Glaubensfreiheit. </font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">In der Ganzen Debatte um diese Abstimmung vermisste ich dieser Aspekt in den Diskussionen. </font></p>
<p><font size="4" face="Georgia"></font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Ein Minarett ist ein religi&#246;s-symbolischer Belang der in den &#246;ffentlichen Raum greift. </font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Zumal mit klarem, unmissverst&#228;ndlichem Zweck. Also eben nicht einfach eine architektonische Verzierung. </font></p>
<p><font size="4" face="Georgia"></font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Das sind christliche KirchenGlocken auch nicht. Der Unterschied : eine Glocke ist ein Ger&#228;usch, w&#228;hrend dem von einem Minarett ein Geistlicher verbal kund tut.</font></p>
<p><font size="4" face="Georgia"></font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">W&#252;rde man nun Religionsfreiheit mit Glaubensfreiheit gleichsetzen, h&#228;tte man ein Problem. Denn nur zu viele sich &quot;religi&#246;s&quot; nennende Gruppierungen warten schon lange, um als Solches anerkannt zu werden und sich gleichberechtigt &#228;ussern zu d&#252;rfen. So gelang es in einigen B<font size="4" face="Georgia">u</font>ndesstaaten der USA den sogenannten Kreatonisten aufgrund der Religionsfreiheit Erfolg zu verbuchen. In ihrem Ziel, an den &#246;ffentlichen Schulen kreatonistisches Gedankengut zu lehren. </font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Und </font><font size="4" face="Georgia">auch hier haben wir einige Sekten die nur darauf warten, als Religion anerkennt zu werden. </font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Wenn Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit und Glaubensfreiheit sich decken, so kommt es zwangsl&#228;ufig zu schwerwiegenden Problemen. </font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Auf deren anderen Seite stehen die sogenannten &quot;Ideologischen Atheisten&quot; welche Religion am liebsten aus dem &#246;ffentlichen Leben verbannen wollen. </font></p>
<p><font size="4" face="Georgia"></font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Glaubensfreiheit ist ein grunds&#228;tzliches Menschenrecht das zwei Dinge beinhaltet :</font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">1. Die Freiheit religi&#246;sen Glauben nach eigener Wahl zu praktizieren, und zwar innerhalb der staatlichen Gerichtbarkeit. </font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">2. Niemand darf aufgrund seines religi&#246;sen Glaubens verurteilt werden (Gleichheit vor dem Gesetzt).</font></p>
<p><font size="4" face="Georgia"></font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Aber es gibt auch Vorteile durch Religi&#246;sit&#228;t welche eigentlich zum Schluss kommen lassen und bekr&#228;ftigen, dass konsequente Religions/Glaubensfreiheit in der Praxis nicht durchf&#252;hrbar ist. Solche Bestimmungen finden sich dort, wo es um &#246;ffentliche, um staatliche &#196;mter geht. Aber auch um Steuereinnahmen usw. </font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">In der Schweiz wird diesbez&#252;glich sogar das au&#223;enpolitische Neutralit&#228;tsgebot gebrochen. N&#228;mlich bei der Schweizer Garde des Vatikans.&#160; Und es scheint klar, dass diese Ausnahme keiner anderen Konfession/Religion in einem solchem Masse gew&#228;hrt w&#252;rde. </font></p>
<p><font size="4" face="Georgia"></font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Ein thematisch heikler Bereich bei dem sich private Glaubensfreiheit und &#246;ffentliche Religi&#246;se Belange kreuzen, ist die Bestattung. Die diesbez&#252;glichen Regelungen sind ja ziemlich kompliziert, weil auch in Absprache mit den jeweiligen Konfessionen/Religionen und regionalen Zust&#228;ndigkeitsgebieten (Kantone).</font></p>
<p><font size="4" face="Georgia"></font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Geh&#246;rt man zB keiner etablierten Konfession/Religion an, kommt es da unweigerlich zu Aufwand und Unstimmigkeiten. </font></p>
<p><font size="4" face="Georgia"></font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">W&#252;rde man diese allgemeine Thematik noch weiterf&#252;hren, so k&#246;nnte man auch noch die regionale kulturelle Moralit&#228;t zur Sprache kommen lassen. Denn auch der Staat muss sich ja auf eine bestimmte Moralit&#228;t festlegen. Und diese ist trotz aller institutioneller verfassungsrechtlicher Unabh&#228;ngigkeit zu den Religionen traditionell auf ihnen begr&#252;ndet.&#160; Nur haben sich da die jeweiligen etablierten Konfessionen/Religionen mit dem Staat im Laufe der Zeit arrangiert, sind auf einen grunds&#228;tzlichen Konsens gekommen. Nur eben in diesen Themen wo sich private Religi&#246;sit&#228;t (oder auch Gesinnung) auf die staatliche Allgemeinheit bzw &#214;ffentlichkeit trifft, kommen die Ungereimtheiten an die Oberfl&#228;che.&#160; So auch etwa im heiklen Thema passive/aktive Sterbehilfe. </font></p>
<p><font size="4" face="Georgia"></font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Ganz grunds&#228;tzlich : alle freiheitliche, basis-demokratische Systeme setzen voraus, dass sich die institutionelle Religion dem Staat beugt. Die Religionen m&#252;ssen sich an die Gesetze halten und nicht umgekehrt. </font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Der B&#252;rger soll das Recht haben sich auch unabh&#228;ngig irgendwelcher Religi&#246;sit&#228;t im Staat zu &quot;bewegen&quot;, soll das Recht haben unbeeinflusst von religi&#246;s-institutioneller Gesinnung am politischen Wirken teilzunehmen. Und der Staat soll im Sinne des Gesetzt auch bei der Religion eingreifen k&#246;nnen. </font></p>
<p><font size="4" face="Georgia"></font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Nur gehen die verschiedenen Staaten diesbez&#252;glich verschiedene Wege. Und auch in den freiheitlichsten Systemen handelt es sich stets um &quot;Mittelwege&quot;, denn Kompromisslosigkeit ist in diesem Belang nicht durchf&#252;hrbar.</font></p>
<p><font size="4" face="Georgia"></font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Unter all diesen Gesichtspunkten ist dann das schweizerische MinarettVerbot also doch keine&#160; Ausnahme in der heutigen Praxis. Ganz im Gegenteil. </font></p>
<p><font size="4" face="Georgia"></font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Im Speziellen zur Schweiz kommt nat&#252;rlich noch die direkte Demokratie zum Zuge. Das Schweizer DemokratieSystem funktioniert auf parallelem Weg. Zum Einen die &#252;bliche Parteien-Politik, zum Anderen das Initiativrecht. Der sogenannte &quot;Volkswillen&quot;. Die B&#252;rger stimmen direkt &#252;ber eine Sache ab. Die &#246;ffentliche Politik betreibt dann Abstimmungskampf und die Stimmb&#252;rger entscheiden an der Urne. So erhalten die individuellen Ansichten mehr Gewicht, als die Empfehlungen der Parteien selber. Da gibt es zahlreiche Variationen. So war es exemplarisch&#160;&#160; im Vorfeld der Minarett-Initiative der Fall. So gab es auf der rechten Seite des politischen Spektrums solche die die Initiative (vor Allem aus wirtschaftlichen und neutralit&#228;tsGr&#252;nden) ablehnten und im linken (aus frauenrechtlichen und atheistischen Begr&#252;ndungen). Und nat&#252;rlich auch von &quot;religi&#246;s-neutralen&quot; kamen verschiedenste Positionen.</font></p>
<p><font size="4" face="Georgia"></font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Ich finde, eine Demokratie muss solche grunds&#228;tzliche Fragestellungen ertragen und sollte sich nicht in &quot;Gef&#228;lligkeitspolitik&quot; &#252;ben (Apeasment). Die B&#252;rger sollen &#252;ber das was sich im &#246;ffentlichen Raum abspielt &#228;ussern und auch dar&#252;ber befinden k&#246;nnen. Ansonsten hinterfragt sich der Sinn einer Demokratie. Da die Schweiz eine lange Tradition der direkten demokratischen Auseinandersetzung kennt, sind wir es uns auch gewohnt, diesen Einfluss auf die Gestaltung unseres Landes zu nehmen. Dazu geh&#246;rt auch eine offene Gespr&#228;chskultur. Eine politische Kultur in der die B&#252;rger nicht &quot;nur&quot; ihre Protagonisten w&#228;hlt, sondern eben auch thematisch direkt eingreift (Sachpolitik). Und damit auch Verantwortung &#252;bernimmt. </font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Verantwortung schlie&#223;t Fehlentscheidungen nicht aus. Ja, und nicht mal Doppelmoral, der sich die schweizer B&#252;rger bewusst sind. Wie zB eine zweite Abstimmung an eben diesem Sonntag dem 29.11.&#8217;09 aufzeigte. Von der jedoch kaum mehr irgendwo die Rede ist. N&#228;mlich die&#160; abgelehnte Initiative &#252;ber ein KriegsmaterialAusfuhrVerbot was&#160; ja im Prinzip gegen die Neutralit&#228;t verst&#246;&#223;t. </font></p>
<p><font size="4" face="Georgia"></font></p>
<p><font size="4" face="Georgia">Die Folgen der angenommenen MinarettVerbotInitiative sind noch nicht absehbar. Die grosse Emp&#246;rung zeigt jedoch auf, wie unselbstverst&#228;ndlich solche thematischen Auseinandersetzungen geworden sind. Die Reaktionen zeigen auf der einen Seite wie gro&#223; das Bed&#252;rfnis nach &quot;kultureller Selbstbestimmung&quot; ist, auf der anderen Seite wie Religion nach wie vor einer der empfindlichsten Bereiche des menschlichen Lebens ist. M&#246;glicherweise wurde dies stark untersch&#228;tzt. Eben, weil &#246;ffentliche, staatliche Angelegenheiten der Religion reine Sache der staatlichen Politik war/ist. Da verwundert es nat&#252;rlich kaum, dass Dinge miteinander verwechselt werden, Missverst&#228;ndnisse entstehen und am Schluss all diejenigen Geh&#246;r finden, welche lauthals umher rufen und die Sache f&#252;r ihre eigenen Interessen und Motivationen auslegen und ausschlachten. Die Vernunft scheint da leider wieder einmal mehr zur&#252;ckgedr&#228;ngt, obwohl gerade sie da gefragt w&#228;re! Sowohl auf Seite der Bef&#252;rworter als auch Ablehnende. </font></p>
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		<title>Alt = Neu ?</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 00:02:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>genussdenker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieses Blog nutze ich seit längerem nicht mehr.
&#160;
Irgendwann mal aufgehört, kam im Selben Konto ein neues Blog hinzu. Schwerpunkt Fotografie.
Das ist hier also das Original-Genussdenker-Blog. Lange unsichtbar, doch nun hat sich mein Horizont wieder Richtung Philosophie verschoben, und so werde ich ihn quasi &#8222;saisonal&#8220; weiterführen.
&#160;
Mein Zweites Blog : sieh Link-Liste
      [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=genussdenker.wordpress.com&blog=4465741&post=55&subd=genussdenker&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Dieses Blog nutze ich seit längerem nicht mehr.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Irgendwann mal aufgehört, kam im Selben Konto ein neues Blog hinzu. Schwerpunkt Fotografie.</p>
<p>Das ist hier also das Original-Genussdenker-Blog. Lange unsichtbar, doch nun hat sich mein Horizont wieder Richtung Philosophie verschoben, und so werde ich ihn quasi &#8222;saisonal&#8220; weiterführen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mein Zweites Blog : sieh Link-Liste</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Sind wir unsere Rollen? (2)</title>
		<link>http://genussdenker.wordpress.com/2009/03/03/sind-wir-unsere-rollen-2/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Mar 2009 00:33:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>genussdenker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Auflistung sämtlicher möglicher Rollen würde den Rahmen eines Blogs freilich sprengen. Wie bereits erwähnt, können Rollen ebenso inhaltlicher wie konstitutioneller Natur sein. Konstitutionelle Rollen entsprechen denen von Berufen, Familien usw. Rollen, welche eng mit der äusserlich wahrnehmbaren Identität verknüpft sind. Dabei kann es sich auch um temporäre Identitätsindikatoren handeln (zB Beruf). 
Inhaltliche Rollen (welche [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=genussdenker.wordpress.com&blog=4465741&post=47&subd=genussdenker&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><font face="Century Gothic" size="4">Eine Auflistung sämtlicher möglicher Rollen würde den Rahmen eines Blogs freilich sprengen. Wie bereits erwähnt, können Rollen ebenso inhaltlicher wie konstitutioneller Natur sein. Konstitutionelle Rollen entsprechen denen von Berufen, Familien usw. Rollen, welche eng mit der äusserlich wahrnehmbaren Identität verknüpft sind. Dabei kann es sich auch um temporäre Identitätsindikatoren handeln (zB Beruf). </font></p>
<p><font face="Century Gothic" size="4">Inhaltliche Rollen (welche zugleich auch konstitutionelle Rollen sein <em>können</em>) werden Menschen oftmals dann gewahr, wenn sie in Gegenüberstellung äquivalenter Rollen stehen. Dies gilt besonders für jene welche sich im kulturellen, im interkulturellen aber auch im religiösen und politisch-ideologischen Rahmen bewegen. </font></p>
<p><font face="Century Gothic" size="4">Ein gläubiger, gar praktizierender Christ der auf einen ebensolchen Muslimen trifft und sie miteinander kommunizieren, nimmt für gewöhnlich seine spezifische Rolle ein. Das konkurrenzierende Verhältnis zueinander wird von diesen Rollen dann getragen und beide schöpfen aus ihrem argumentativen Vokabular. </font></p>
<p><font face="Century Gothic" size="4">Verschärft sich das konkurrenzierende Verhältnis der beiden, so geht ihre Rhetorik weit über religiöse Belange hinaus. Es offenbart sich dabei, dass Rollen stets miteinander verknüpft sind. Moralethische wie auch besonders politische Belange erweitern folglich das jeweilige Rollenbild. Dabei spricht man bestenfalls von Erweiterung des Themenkreis. </font></p>
<p><font face="Century Gothic" size="4">Die Frage, inwiefern Indikatoren einer Identität zur Rollenbildung und schlussendlich zur Meinungsbildung eines argumentierenden Menschen beiträgt, kann nicht mehr ignoriert werden. </font></p>
<p><font face="Century Gothic" size="4">Bereits Blaise Pascal der in seinen Pensées das (katholische) Christentum argumentativ verteidigt, offenbart sich an anderer Stelle in seinen Schriften wo er schrieb : &#8222;Alle Überlegungen unserer Vernunft laufen darauf hinaus, dem Gefühl nachzugeben&#8220; (B.Pascal &#8216;Pensées&#8217; &#8216;Nicht eingeordnete Papiere&#8217;/Serie XXIII)</font></p>
<p><font face="Century Gothic" size="4">Diese gewiss naiv geäußerte Aussage ist von elementarer Bedeutung. Damit relativiert Pascal zugleich seine Plädoyer&#8217;s. Dass Blaise Pascal mit dieser Aussage seine feurigen Plädoyer gleich selber relativiert, ist für uns von geringerer Bedeutung.&nbsp; Die heutige Psychologie würde zudem diese Prämisse zu einem gewissen Grad bejahen und es erinnert mich indirekt wieder einmal mehr an &#8222;Motivation und Persönlichkeit&#8220; von A.H. Maslow. </font></p>
<p><font face="Century Gothic" size="4">Und zwar viel weniger aufgrund seiner Motivationstheorie, sondern seines Begriffes wegen über &#8222;Selbstverwirklichung&#8220;. Dabei stellt sich für mich die dringende Frage, ob selbstverwirklichende Menschen viel weniger zur Determinierung ihrer Rollen aufgrund ihrer Identitäten neigen. </font></p>
<p><font face="Century Gothic" size="4">Auch selbstverwirklichende Menschen nehmen ihre Rollen ein. Doch mögen sich solche Menschen ihrer Rollen bewusster sein und sich auch &#8222;außerhalb ihrer Rollen, außerhalb ihrer Identität denken&#8220;. </font></p>
<p><font face="Century Gothic" size="4">Dies scheint angesichts der Erkenntnis dass Nicht-Selbstverwirklichende vielmehr auf ihre jeweiligen Rollen angewiesen sind zutreffen. </font></p>
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		<title>Sind wir unsere Rollen?</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 22:19:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>genussdenker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Alleine, in nächtlichen Stunden wie diesen braucht man keine Rolle anderen gegenüber einzunehmen. Könnte man überhaupt so weit gehen und kategorisch sagen &#8222;Sobald wir in Kontakt mit anderen Menschen treten, nehmen wir Rollen ein&#8220;? Auf kognitive Ebene bezogen, wäre dies durchaus zu bejahen. 
Die Rollen sind vielfältig. So ist man etwa innerhalb der Familie Sohn, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=genussdenker.wordpress.com&blog=4465741&post=43&subd=genussdenker&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><span style="font-size:medium;">Alleine, in nächtlichen Stunden wie diesen braucht man keine Rolle anderen gegenüber einzunehmen. Könnte man überhaupt so weit gehen und kategorisch sagen &#8222;Sobald wir in Kontakt mit anderen Menschen treten, nehmen wir Rollen ein&#8220;? Auf kognitive Ebene bezogen, wäre dies durchaus zu bejahen. </span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Die Rollen sind vielfältig. So ist man etwa innerhalb der Familie Sohn, Tochter, Vater, Mutter, man ist Neffe, Enkel, Onkel, Tante usw. Man ist aber auch zB Stiefvater, Schwiegermutter, Schwiegersohn, Bruder, Schwester usw. Solche Rollen finden wir natürlich auch in der Arbeitswelt. Der &#8222;einfache&#8220; Arbeiter, der Chef, das Kader (welche ja auch wiederum oft Chefs sind). In der Gegenüberstellung von Arbeitswelt und Familie erkennt man diesbezüglich leichtens, dass es zwei Grundkategorien gibt : hierarchische Rollenverteilungen und nicht-hierarchische. </span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Die rechtliche, die juristische Rollenverteilung ist also besonders in hierarchischen Systemen von Bedeutung, aber in letzter Konsequenz auch in nicht-hierarchischen.</span><span style="font-size:medium;">  Das Käufer &#8211; Verkäufer -Verhältnis etwa eines davon.</span></p>
<p> </p>
<p><span style="font-size:medium;">Doch Rollen haben mehr Gehalt als lediglich Macht oder Recht. Sie sind gerade auch inhaltlicher Natur. So nehmen in der Berufswelt Politiker, Künstler, Handwerker usw ihre Rollen ein. Diese Rollen sind oftmals von Stereotypen gezeichnet. </span></p>
<p> </p>
<p><span style="font-size:medium;">Interessant ist, dass der einzelne Mensch stets mehrere Rollen zugleich einnimmt. Ein Künstler kann also zugleich Ehemann, Vater, Käufer (&amp; potenzieller Kunde), Verkäufer, Tourist usw sein. Vielleicht bekleidet er noch ein kommunal-politisches Amt; was also auch immer. </span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Wie sehr &#8211; das ist meine Themenfrage hier &#8211; definieren sich Menschen durch Rollen? Dienen sie bloß als rhetorisches Mittel, oder sind sie gar Teil der Identifikation? Wie sehr unterscheiden sich Menschen diesbezüglich? </span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Selber gehe ich davon aus dass sich selbstverwirklichende Menschen weniger aufgrund ihrer festen und temporären Rollen definieren. </span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Bei sich weniger selbstverwirklichenden Menschen fällt hingegen auf, dass Sie in Argumenten sehr oft auf die entsprechenden Rollen verweisen. Zur Klarstellung : das Maß der Selbstverwirklichung ist fliessend, man sollte diesen Begriff auch nicht allzu sehr werten. </span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Ein auffälliges Verweisen auf die Rollen anderer ist für mich ein deutlicher Hinweis auf mangelnde Selbstverwirklichung. Die Rollen dienen solchen Menschen also zur Identifikation. Von Belang scheinen bei solchen die jeweiligen Rollen. Das macht es für sie auch einfacher Recht und Unrecht voneinander zu unterscheiden.</span></p>
<p><span style="font-size:medium;">Eine Thematik an die ich nächstes Mal anknüpfen werde. </span></p>
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		<item>
		<title>Die Parallele des Wissens</title>
		<link>http://genussdenker.wordpress.com/2008/12/15/die-parallele-des-wissens/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Dec 2008 03:30:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>genussdenker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Nacht]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Wahrnehmung über Welt geschieht durch unsere Sinne, durch das was wir fähig sind, wahrzunehmen. Doch nehmen wir ja nicht nur wahr, wir interpretieren, wir deuten auch. Unablässig. Und wir empfinden. Parallel dazu.
Und irgendwann trennen wir zwischen dem Wahrgenommenen, dem Empfundenen, dem Interpretiertem und dem Wissen. Wir kategorisieren, verwerfen und speichern. Zugeordnet nach Priorität. Prioritäten [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=genussdenker.wordpress.com&blog=4465741&post=42&subd=genussdenker&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><font face="Georgia" size="4">Die Wahrnehmung über Welt geschieht durch unsere Sinne, durch das was wir fähig sind, wahrzunehmen. Doch nehmen wir ja nicht nur wahr, wir interpretieren, wir deuten auch. Unablässig. Und wir empfinden. Parallel dazu.</font></p>
<p><font face="Georgia" size="4">Und irgendwann trennen wir zwischen dem Wahrgenommenen, dem Empfundenen, dem Interpretiertem und dem Wissen. Wir kategorisieren, verwerfen und speichern. Zugeordnet nach Priorität. Prioritäten welche unterschieden werden in die welche Bedürfnisse fordern und die, welche nach Vernunft gesetzt werden. Manchmal sind sie miteinander konform, manchmal kollidieren sie. </font></p>
<p><font face="Georgia" size="4">Vor und nach diesen Vorgängen ist schlussendlich alles Wissen. Informationen. Durch unsereiner selbst erlebt, erarbeitet und verarbeitet. Bereit, bei Bedarf abgerufen zu werden.</font></p>
<p><font face="Georgia" size="4">So entstehen die &#8222;Ideen&#8220; im Leben und die Verständnisse über die Welt. Wir wissen und ahnen, vermuten und vergewissern, dass Teile dieser Ideen und Verständnisse der Wahrheit entsprechen. &#8222;Suche nach Wahrheit&#8220;. Und in unserer Identität an die wir festhalten, selbst dann wenn sie verdrängt, verleugnet und verfälscht wird, sind wir uns nicht mehr so gewiss, ob die Wahrheit der Identität oder die der Welt außerhalb entspricht. Mechanismen treten in Kraft, um sich die Gedanken so einzurichten, dass sie im Verlauf immer mehr der Kompatibilität entsprechen. Wer könnte schon seine eigene Identität außerhalb der Wahrheit akzeptieren? </font></p>
<p><font face="Georgia" size="4"></font>&nbsp;</p>
<p><font face="Georgia" size="4">Wir ahnen, dass sich all diese Ideen, diese Vorstellungen und Verständnisse sich nicht miteinander vereinbaren lassen. Berufen uns bei Bedarf auf das Recht Individuum zu sein. Alles steht parallel zueinander. Im Drang nach Kompatibilität versuchen wir diesen verräterischen Mangel aufzuheben. Und fordern es Vernunft oder Empfinden, die Dinge isoliert zu betrachten, holen uns unerwartete Ereignisse für einem Moment lang aus diesen Mechanismen, so achten wir uns heimlich, die Verbindungen zwischen den isolierten Dingen aufrecht zu erhalten. </font></p>
<p><font face="Georgia" size="4">Doch stets empfinden wir dabei und alles was uns widerfährt, gründet in der Auffassung und in der Verarbeitung auf eben diesem Empfinden. So werden wir zu Wesen, die sich verleugnen, die sich hinter Ideen und Begründungen verstecken. Aber stets und unablässig im ambivalenten Begehren, dieses aufbrechen zu lassen. </font></p>
<p><font face="Georgia" size="4">Die Wahrheit lässt uns nicht wissen, wie sie beschaffen ist und wie sie sich erkennen lässt. Sie kommt nicht zu uns, wir müssen zu ihr. Gleichzeitig umgibt sie uns, in der Gewissheit, dass wir nicht gleichzeitig in alle Richtungen blicken können. So fangen wir das auf, was uns bleibt, strukturieren es, machen es konform.</font></p>
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		<title>Verfuegbarkeit</title>
		<link>http://genussdenker.wordpress.com/2008/11/26/verfuegbarkeit/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 18:38:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>genussdenker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>

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		<description><![CDATA[Fotografie und Musik zeigen uns, dass die Verfügbarkeit ein wesentliches Bedürfnis darstellt. So kommt die Frage auf, ob denn Verfügbarkeit sogar ein allgemeines, ein grundsätzliches menschliches Bedürfnis ist. Nicht nur auf die mediale Technik wie der von Fotografie und Musik oder auch Filmen/TV beschränkt. Und wenn dies der Fall sein soll, ob sich dieses Bedürfnis [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=genussdenker.wordpress.com&blog=4465741&post=40&subd=genussdenker&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><span style="font-family:Microsoft Sans Serif;color:#c0c0c0;font-size:medium;">Fotografie und Musik zeigen uns, dass die Verfügbarkeit ein wesentliches Bedürfnis darstellt. So kommt die Frage auf, ob denn Verfügbarkeit sogar ein allgemeines, ein grundsätzliches menschliches Bedürfnis ist. Nicht nur auf die mediale Technik wie der von Fotografie und Musik oder auch Filmen/TV beschränkt. Und wenn dies der Fall sein soll, ob sich dieses Bedürfnis in das noch allgemeinere, noch grundsätzlichere Bedürfnis nach Komfort einordnen ließe. </span></p>
<p><span style="font-family:Microsoft Sans Serif;color:#c0c0c0;font-size:medium;">Es scheint, als liefen da mehrere Fäden zusammen. Zum Einen geht&#8217;s da um den funktionalen Aspekt der Verfügbarkeit, der klar für das menschliche Bestreben nach Komfort spricht. </span></p>
<p><span style="font-family:Microsoft Sans Serif;color:#c0c0c0;font-size:medium;">Komfort im Funktionalem bedeutet jedoch nicht nur bloß ein höheres Maß an Bequemlichkeit, sondern auch Effizienz. </span></p>
<p><span style="font-family:Microsoft Sans Serif;color:#c0c0c0;font-size:medium;">Dieses Phänomen kennen wir aus der Werbung. Die Produkte sollen uns nicht nur mehr Funktionen bieten, sondern gleichzeitig die Funktionen quasi &#8222;bündeln&#8220;. Diese funktionale Konzentration soll dann wiederum mehr Zeit für Anderes lassen. Die Prozesse, die Vorgänge, werden somit effizienter. </span></p>
<p><span style="font-family:Microsoft Sans Serif;color:#c0c0c0;font-size:medium;">Dies beschränkt sich nicht nur auf die Unterhaltungsindustrie und Industrie für das Privatleben, sondern betrifft gleichermassen die Industrie und Wirtschaft im Gesamten. Effizienz bedeutet da schließlich höheren Produktionsausstoss. </span></p>
<p><span style="font-family:Microsoft Sans Serif;color:#c0c0c0;font-size:medium;">Zum Anderen natürlich die Bequemlichkeit. Weniger Aufwand für&#8217;s Unangenehme ist da der offensichtlichste Aspekt. Doch, warum wollen wir auch den Aufwand für diejenigen Dinge, Tätigkeiten mindern, welche uns am Herzen liegen, Dinge die wir ja mögen? Oder nehmen wir einfach eine neue Technik zugunsten der Verfügbarkeit an? Also ohne ein absichtliches Streben nach noch mehr Komfort? Wenn wir etwas mögen, dann mögen wir es noch mehr, wenn damit weniger Aufwand verbunden ist. Sprich : die gleiche Tätigkeit etwas komfortabler. </span></p>
<p><span style="font-family:Microsoft Sans Serif;color:#c0c0c0;font-size:medium;">Die Vermutung, dass Verfügbarkeit innerhalb der allgemeinen Strebens nach Komfort ein wesentliches Bedürfnis ist, bestätigt sich immer mehr. Die Fäden laufen da zusammen, in der Vergegenwärtigung dass Verfügbarkeit auch die Effizienz steigert. Insbesondere die Digitalisierung führte uns dies vor Augen. </span></p>
<p><span style="font-family:Microsoft Sans Serif;color:#c0c0c0;font-size:medium;">Allmählich fragt sich, ob denn die Digitalisierung einen größeren Einfluss auf uns haben wird, als die vorangegangene Industrialisierung.  Lärmende, rauchende Maschinen sind uns zu offensichtlich. Die Waagschale zwischen dem was sie an Komfort bringen aber auch für Gefahren, scheinen wir gefunden, scheinen wir &#8222;stabilisiert&#8220; zu haben. </span></p>
<p><span style="font-family:Microsoft Sans Serif;color:#c0c0c0;font-size:medium;">Doch so unsichtbar verborgen wie digital gespeicherte Daten sind, scheinen es auch die damit möglichen einhergehenden Auswirkungen.  Dabei stellt das Internet lediglich ein Teil dieser gesamten Entwicklung dar. </span></p>
<p><span style="font-family:Microsoft Sans Serif;color:#c0c0c0;font-size:medium;">So vielfältig und subtil sowie differenziert diese Entwicklung ist, ebenso gestaltet sich auch die Analyse  und Bewertung über sie. </span></p>
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		<title>Teil 2 (eine andere art der treue)</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 13:48:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>genussdenker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie; Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>

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		<description><![CDATA[Die technischen Unterschiede zwischen digitaler und analoger Fotografie (ich beziehe mich da auf KB-SLR) lassen sich in drei Bereiche unterteilen. Zum Einen das Fotografieren selber und zum Anderen die Ausgabe/Präsentation. Dazwischen die Aufarbeitung/Bearbeitung. 
Qualitativ hochstehende Digitalfotografie verlangt sehr viel Aufwand und auch Kosten. Und zudem teilt sie auch die EDV-typischen Probleme. Wie etwa Sicherheit und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=genussdenker.wordpress.com&blog=4465741&post=38&subd=genussdenker&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><font face="Georgia" color="#c0c0c0" size="4">Die technischen Unterschiede zwischen digitaler und analoger Fotografie (ich beziehe mich da auf KB-SLR) lassen sich in drei Bereiche unterteilen. Zum Einen das Fotografieren selber und zum Anderen die Ausgabe/Präsentation. Dazwischen die Aufarbeitung/Bearbeitung. </font></p>
<p><font face="Georgia" color="#c0c0c0" size="4">Qualitativ hochstehende Digitalfotografie verlangt sehr viel Aufwand und auch Kosten. Und zudem teilt sie auch die EDV-typischen Probleme. Wie etwa Sicherheit und Datenschutz. </font></p>
<p><font face="Georgia" color="#c0c0c0" size="4">Die technischen Aspekte sind das Eine. Mag es auch zu weit gegriffen sein, von einer &#8222;Veränderung des Wesens der Fotografie&#8220; zu sprechen. Doch der Stellenwert und die Verwendung der Fotografie haben sich im Zuge der Digitalfotografie merklich verändert. &#8222;Verfügbarkeit&#8220; meint diesbezüglich auch, dass nun alle Prozess-Schritte (von Aufnahme bis Ausgabe/Präsentation) mit im Verhältnis wenig Aufwand durchführbar geworden ist. Im Verhältnis zur analogen Fotografie, versteht sich. Da die Bilder von Beginn an auf digitalem Speichermedium, können alle folgenden Schritte am eigenen Rechner durchgeführt werden. Verfügbar in Echtzeit. Das ominöse Labor welches die Filme entwickelte und die Abzüge herstellte, ist aus der Lette verschwunden. Warten, ja auch das Vertrauen in die Laborarbeit, verschwand damit.</font></p>
<p><font face="Georgia" color="#c0c0c0" size="4">Geändert hat sich natürlich auch das Verständnis über die Technik. Durch die Verbreitung der Heim-PC&#8217;s kann das selbe Wissen über EDV für die Fotografie genutzt werden und das Wissen über chemo-optische Prozesse entfiel.&nbsp; </font></p>
<p><font face="Georgia" color="#c0c0c0" size="4">Ein einzelnes Pixel ist stets durch ein anderes ersetzbar. Dies eröffnet eine ungeahnte Dimension der Bildverarbeitung. Alles ist machbar, so die Devise. Störende Bildteile werden eliminiert, die entsprechenden Pixel ersetzt. Angespornt durch die Werbefotografie, eilen unzählige Hobbyfotografen dieser Vorgehensweise hinterher. Ein Foto muss &#8222;technisch perfekt sein&#8220;. Es muss &#8222;clean&#8220; sein . . .</font></p>
<p><font face="Georgia" color="#c0c0c0" size="4">Dies paart sich mit der Präsentation der Bilder. Diese findet nun über eine eigene Homepage statt oder man besitzt einen Account in einer Community. </font></p>
<p><font face="Georgia" color="#c0c0c0" size="4">Werden Menschen dargestellt, so wollen sie möglichst vorteilhaft dargestellt sein. Da theoretisch von Jedem einsehbar der Internetanschluss besitzt, sollte das eigene Konterfei keine Mängel aufweisen. Ist ja auch verständlich. </font></p>
<p><font face="Georgia" color="#c0c0c0" size="4">Doch Viele sind sich leider kaum bewusst, dass es nur die richtige Web-Adresse braucht, um von der &#8222;ganzen Welt&#8220; gesehen zu werden. Ob nun die eigens gemachten Bilder, oder sogar das eigene Konterfei. Das Internet macht Einem zur öffentlichen Person. </font></p>
<p><font face="Georgia" color="#c0c0c0" size="4">Während Datenschutz in der analogen Fotografie noch ein Randthema war, wurde es mittlerweile zu einem entscheidendem Bestandteil der Fotografie. Es geht um das juristische &#8222;Recht am Bild&#8220;. Während es in der analogen Fotografie schwerpunkmässig um die Rechte am Bild bezüglich des zu fotografierenden Objektes ging, verlagerte sich diese Thematik nun zum Recht am Bild selber. Denn Bilder sind nun Daten.</font></p>
<p><font face="Georgia" color="#c0c0c0" size="4">Demgegenüber stehe ich durchaus skeptisch. Einmal Fotos in&#8217;s Internet gestellt welche eine private Person zeigen, kann sich die betreffende Person nicht mehr dagegen entscheiden. So entfällt eine selektive Publikumswahl. </font></p>
<p><font face="Georgia" color="#c0c0c0" size="4">Selbstverständlich verhielt sich dies prinzipiell schon immer so. Doch da musste man die Bilder in aufwendigen Massenmedien wie Bücher, Zeitungen oder Zeitschriften veröffentlichen. Besonders die Reportage-Fotografie beschäftigte sich mit dieser Thematik. </font></p>
<p><font face="Georgia" color="#c0c0c0" size="4"></font>&nbsp;</p>
<p><font face="Georgia" color="#c0c0c0" size="4">Meiner Ansicht nach fördert die Paarung Digitalfotografie und Internet die Eitelkeit. Psychologisch ist dies ja auch sehr verständlich. Doch aus künstlerischer Sicht frage ich mich da, welchen Einfluss dieses Phänomen auf das Verständnis über die Fotografie nimmt. </font></p>
<p><font face="Georgia" color="#c0c0c0" size="4"></font></p>
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